Devil's Hellions MC: Taboo Perfect Storm

Originaltitel: Taboo Perfect Storm: An Age-Gap Forced-Marriage Romance
Übersetzer: J.M. Meyer

Erschienen: 03/2024
Serie: Devil's Hellions MC
Teil der Serie: 3

Genre: Mafia Romance, Motorcycle Club Romance
Zusätzlich: Contemporary

Location: USA, Texas


Erhältlich als:
paperback & ebook

ISBN:
Print: 978-3-86495-676-8
ebook: 978-3-86495-677-5

Preis:
Print: 16,90 €[D]
ebook: 6,99 €[D]

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und allen gängigen Onlinehändlern und im Buchhandel

Devil's Hellions MC: Taboo Perfect Storm


Inhaltsangabe

Itch

Ich weiß, dass ich nicht der Richtige für Piper bin, aber ich kann nicht zulassen, dass ein anderer meiner Clubbrüder sie bekommt - unter keinen Umständen. Sie gehörte mir schon von dem Moment an, als ich wieder bei Bewusstsein war und einen Blick auf sie erhaschen konnte. 

Eine feste Beziehung ist mir noch nie zuvor in den Sinn gekommen. Und doch kann ich das Angebot, sie zu heiraten, nicht ablehnen. Sie ist ein Sturm, auf den ich nicht vorbereitet bin. Ein Leben in Freiheit durfte Piper nie führen und ist aufgrund eines Verrats ihrer teuflischen Brüder durch Tiefen der Hölle gegangen, auf die ich nicht vorbereitet bin.

Ein Zusammenprall zweier Welten. 

Piper

Mein Sturm ist mein Befreier ... Ich komme aus der Dunkelheit, und er ist mein Licht.

Ich habe Itch während unserer Gefangenschaft gerettet, weil ich hoffte, dass er mich beschützen würde. Doch am Ende müssen wir uns gegenseitig beschützen.

 

Über die Autorin

Als Einzelkind musste Hayley Faiman sich mit sich selbst beschäftigen. Im Alter von sechs Jahren begann sie, Geschichten zu schreiben, und hörte nie wirklich damit auf. Die gebürtige Kalifornierin lernte ihren heutigen Ehemann im Alter von sechzehn Jahren kennen und heiratete...

Weitere Teile der Devil's Hellions MC Serie

Leseprobe

Itch

Mein Kater ist gigantisch. Mein Gehirn pulsiert und scheppert mit jedem verdammten Atemzug, den ich nehme, gegen meine Schädeldecke. Ich sitze an der Bar und habe mir ausnahmsweise ein Wasser anstelle eines Biers bestellt. Als sich die Tür zum Clubhaus öffnet, nippe ich an meiner dritten Flasche.
Ich drehe den Kopf in Richtung Tür und sehe, wie Reese, Henli, Kiplyn und eine weitere Frau in die Bar spaziert kommen. Ich brauche ein bisschen, um zu erkennen, wer die Vierte im Bunde ist. Mein Hirn rafft es nicht sofort. Es ist Piper. Nur sieht sie überhaupt nicht mehr wie Piper...

...aus. Während sie sich durch die Bar bewegt, starre ich sie an.
Pipers einst braune Haare gehören der Vergangenheit an. Nun trägt sie schulterlanges, platinblondes Haar, das mit lilafarbenen Strähnen durchzogen ist. Heilige Scheiße, sie sieht wie ein gottverdammter feuchter Traum aus. Ich wusste schon immer, dass sie schön ist, aber eher auf die das-Mädchen-von-nebenan-Art. Und nun? Jetzt spielt sie in einer ganz anderen Liga. Ich hätte nie gedacht, dass eine neue Frisur so viel ausmachen kann, aber verdammt, verflucht, verdammt noch mal.
Die Frauen kommen auf mich zu, bis auf Piper – sie bleibt auf Abstand. Dennoch starre ich sie weiterhin an. Ich bin mir nicht sicher, was ich tun soll. Sie sieht so verdammt heiß mit ihren großen, runden Augen und den neuen Haaren aus.
Ich stehe auf und ignoriere, dass mein Kopf wie verrückt pocht. Ich könnte gerade halbtot sein und würde alle Schmerzen meines Körpers außer Acht lassen, um zu ihr zu kommen. Die Mädchen, die vor ihr stehen, zerstreuen sich.
Piper rührt sich nicht vom Fleck. Ihr Blick ruht auf mir, und zwar nur auf mir, was gut ist. Sie ist nämlich momentan auch die Einzige, die ich wahrnehme. Seitdem ich sie kennengelernt habe, ist sie die einzige Frau, die ich sehe. Selbst wenn sie bisher für mich unerreichbar war.
Auch wenn ich nicht der richtige Mann für sie bin. Auch wenn es ein Tabu ist. Es ist falsch. Es ist verboten und dennoch wird sie bald mir gehören. Ob richtig oder nicht, sie wird bald die meine sein – für immer.
„Hey“, murmle ich.
Sie reagiert nicht sofort auf meine Begrüßung. Wir stehen mitten in der Bar und starren einander an. Und so gern ich sie in diesem Augenblick auch über meine Schulter werfen, sie in mein Zimmer bringen und sofort durchficken würde, tue ich es nicht. Ich reiße mich zusammen. Auch wenn mir das in diesem Moment verdammt schwer fällt – fast noch schwerer als meinem Schwanz.
Ich strecke eine Hand aus, nehme ein paar ihrer Haarsträhnen zwischen die Finger und reibe sie sanft. „Es fühlt sich weich an.“
„Hasst du es?“, erkundigt sie sich im Flüsterton.
Es ist verdammt sexy.
„Nein“, erwidere ich. „Ich hasse nichts daran. Wie kommst du darauf?“
Ich ziehe meine Hand zurück und schlucke hart. Jedoch gehe ich nicht weg. Wahrscheinlich bin ich ihr ein wenig zu nah, aber das juckt mich nicht. Ich will in ihrer Nähe sein. Will sie riechen, sie berühren, sie schmecken.
Während ich vor ihr stehe und sie stillschweigend anflehe, mit mir zu sprechen, komme ich mir wie ein verfluchter Teenager vor.
„Reese“, wispert sie. „Sie meinte, ich hätte ein Mini-Makeover nötig gehabt.“
Ich schnaube. Das passt zu ihr. Ich glaube, Reese sieht in ihr eine lebende Puppe, mit der sie spielen kann. Ich strecke den Zeigefinger aus und lasse ihn über ihren Kiefer gleiten, ehe ich die Konturen ihrer Lippen nachziehe.
„Es ist wunderschön. Genau wie du, Babe.“
Ihre Wangen erröten und ich kann nicht anders, als deswegen zu grinsen. Ich erinnere mich nicht mehr daran, wann ich ein Mädchen das letzte Mal zum Erröten gebracht habe, außer, ich habe ihr einen Klaps auf den Hintern verpasst. „Hast du deinen Scheiß geregelt bekommen?“
„Ich habe ein Kleid gekauft“, entgegnet sie. „Außerdem habe ich die Torte bestellt. Die Geschmacksrichtung können wir allerdings noch ändern, falls dir meine Wahl nicht zusagen sollte.“
„Ich bin mir sicher, dass sie mir schmecken wird“, murmle ich.
„Ich habe mich für Schokolade entschieden.“
„Gut.“
Wir starren einander einen Moment lang an, ehe sie sich räuspert. „Ich weiß nicht, was ich sonst noch tun soll.“
Als ob ich wüsste, was man für eine Hochzeit alles organisieren oder vorbereiten muss. Da sie aber schon in zwei Wochen hier im Clubhaus stattfinden wird, bezweifle ich stark, dass wir ein großes Spektakel daraus machen werden. Diesen Gedanken teile ich ihr jedoch nicht mit. Stattdessen schenke ich ihr ein kleines Lächeln.
„Alles wird gut, Baby“, verspreche ich und versuche, sie zu beruhigen.
Ich sollte mich erkundigen, ob sie überhaupt mit allem einverstanden ist, ob es ihr damit gut geht, aber das lasse ich bleiben. Ihre Antwort würde ohnehin keine Rolle spielen. Ihr Schicksal ist besiegelt. Ich bin ihre Zukunft, sie hat keinerlei Mitspracherecht. Dieser Gedanke sollte mich beunruhigen, tut er aber nicht.
Ihre Lippen verziehen sich ebenfalls zu einem kleinen Lächeln. Dann senkt sie den Kopf, um auf ihre Schuhe herabzuschauen.
In der Sekunde wird mir klar, dass sie wahrscheinlich neue Klamotten braucht. Sie ist zwar noch nicht meine Frau, aber in ein paar Wochen wird das der Fall sein. Es wäre nicht gut, wenn meine Frau in geliehenen Sachen herumläuft. Allerdings will ich die Mädels nicht damit behelligen. Sie haben ihr schon die Haare gefärbt. Keine Ahnung, was für Outfits sie ihr verpassen würden.
Als ich den Blick durch die Bar schweifen lasse, fällt mir auf, wie ruhig es hier heute ist. Jeder scheint mit irgendwelchen Dingen beschäftigt zu sein. Ich widme ihr wieder meine Aufmerksamkeit, um das Wort an sie zu richten.
„Sei morgen gegen Mittag startklar. Wie werden einen Happen essen gehen und anschließend ein paar Besorgungen machen.“
„Itch?“ Zum allerersten Mal benutzt sie meinen Namen.
„Sei einfach bereit“, erwidere ich lächelnd.
Ich trete einen Schritt zurück und wende mich dem Barkeeper zu. Wenn ich mich nicht so schnell wie möglich von ihr entferne, sie aus meinem Blickfeld verschwindet, werde ich die Kontrolle verlieren. Ich will sie verdammt noch mal zu sehr und in diesem Moment drängt sich mir die Frage auf, ob ich sie wohl jemals bekommen werde.
Es gibt eine ganze Reihe von Gründen, warum ich mich von ihr fernhalten sollte, aber ich habe keinen blassen Schimmer, ob ich dazu in der Lage sein werde. Ich hebe die Hand, winke den Prospect zu mir heran und bestelle mir nun doch einen Drink.
„Du steckst in Schwierigkeiten“, säuselt eine weibliche Stimme neben mir. Ich drehe den Kopf zur Seite und sehe, dass Henli neben mir Platz genommen hat.
„Ach ja?“
„O ja. Das Mädchen ist wirklich süß und du wirst dich unsterblich in sie verlieben. Du wirst ihr gehören, Itch.“
Ich schnaube und frage mich, ob sie nicht schon längst gecheckt hat, dass Piper mein Herz bereits in den Händen hält. Ich gehöre ihr verflucht noch mal schon längst und dabei habe ich erst ein paar Worte mit ihr gewechselt. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie es mir wohl zu einem späteren Zeitpunkt ergehen wird.
Nachdem ich sie gefickt habe.
Wenn ich erst neben ihrem weichen Körper gelegen habe.
Wenn sie ganz allein mir gehört.
„So ist es doch schon längst, Henli.“
Ich nehme die Bierflasche in die Hand, wende mich von ihr ab, schaue geradeaus und führe das Getränk an meine Lippen. Dieses Gespräch ist beendet. Ich brauche niemanden, der mir prophezeit, dass ich mich in Piper verlieben werde. Seit wir beide gegen unseren Willen bei Cyrus festgehalten wurden, weiß ich bereits, dass sie etwas ganz Besonderes ist.
Zum Glück kapiert Henli den Wink und lässt mich allein, sodass ich mich den Rest des Abends darum kümmern kann, mir den Kater wegzusaufen. Es funktioniert, aber morgen wird es mir vermutlich noch viel beschissener gehen als heute. Das ist mir jedoch egal. Damit befasse ich mich dann. Nicht heute Abend.

Piper

Nachdem die Mädels das Clubhaus verlassen hatten, schlich ich mich in mein Zimmer. Ich wollte nicht länger in der Bar herumsitzen und den Männern zusehen.
Ich weiß, was sie dort treiben, aber das heißt nicht, dass ich es live miterleben möchte.
Vor allem, da Itch anwesend war. Ich will ihn nicht mit anderen Frauen sehen. Ich weiß, dass er mit ihnen zusammen war. Ich konnte es bereits beobachten, und jedes Mal drehte sich mir der Magen um und mir wurde ganz schlecht.
Ich kann nicht schlafen.
Während ich im Bett liege, denke ich an meine neue Frisur, mein Kleid und die leckere Torte, die ich mit den Mädels zusammen ausgesucht habe. Ich grüble über den großen Tag in ein paar Wochen. Keine Ahnung, wie andere Hochzeiten so ablaufen, aber da diese Frauen in die Planung involviert sind, weiß ich, dass meine fantastisch wird.
Meine Gedanken kreisen um das Danach.
Nachdem ich offiziell ihm gehöre.
Nachdem mein Leben in seinen Händen liegt.
Nachdem er mich besitzt.
Erst danach werde ich mit Gewissheit sagen können, wie der Rest meines Lebens aussehen wird. Aktuell dreht sich alles um Brautkleider, Torten und Frisuren. Aber in ein paar Wochen wird meine Realität eine andere sein. Ich atme tief ein und zucke zusammen, als Sonnenlicht in mein Zimmer dringt.
Ich werfe einen Blick auf die kleine Uhr, die auf einer Kiste steht, die ich als Nachttisch umfunktioniert habe. Ich muss noch Wäsche waschen, und anscheinend Besorgungen mit Itch erledigen. Ich könnte ihn belügen und behaupten, dass ich mich nicht gut fühle, aber dem ist nicht so. Ich freue mich darauf, hier raus zu kommen. Zwei Tage hintereinander unterwegs zu sein, fühlt sich fast wie eine wertvolle Erfahrung an, und wie traurig ist das bitte?
Nachdem ich mich geduscht habe, widme ich mich dem Wäschewaschen. Anschließend gehe ich in die Küche, um einen Kaffee zu trinken. Niemand befindet sich vor Ort, woraufhin ich erleichtert aufatme. Ich bin ganz allein. Ich habe nichts gegen Menschen; ich bin aber nicht unbedingt eine extrovertierte Person. Zumindest bin ich sehr verschlossen, seit mein Bruder mich zu Cyrus gebracht hat. Aber wenn man zur Sexsklavin ausgebildet wird, verändert das einen grundlegend.
Nachdem Itchs Männer mich hierhergebracht hatten, wusste ich, dass es mir nicht freisteht, das zu tun, was ich möchte. Also hielt ich mich verborgen. Versteckt an einem Ort der Zügellosigkeit. Schnell stellte ich fest, dass es mir nichts ausmacht, allein zu sein.
Es ist schön, unsichtbar zu sein. Ich genieße es, mich wie ein Schatten fortzubewegen, und ich bin mir nicht schlüssig, ob ich überhaupt jemals etwas daran ändern möchte. Tja, nun werde ich bald eine Ehefrau sein. Eine Old Lady. Man zerrt mich in eine völlig neue Welt und so sehr ich mich auch damit arrangieren möchte, habe ich keinen blassen Schimmer, wie ich mich deswegen fühle.
Nachdem ich einen Kaffee getrunken und meine Wäsche gewaschen habe, ziehe ich meine billigen Flip-Flops an und begebe mich in die Bar, um dort auf Itch zu warten. Die Bar ist verwaist. Niemand ist vor Ort. Ich beiße mir auf die Unterlippe, da mich ein unheimliches Gefühl überkommt.
Ich glaube nicht, dass es in diesem Raum je so ruhig war. Das Unbehagen, das ich aufgrund des Gedankens verspüre, kann ich nicht abschütteln. Es ist immer jemand hier, der an der Bar einen Drink nimmt, etwas putzt oder einfach nur abhängt.
Ich nehme an einem der Tische Platz, schaue mich um und warte darauf, dass Itch auftaucht … oder irgendwer anderes. Ich weiß nicht, wie lange ich schon hier sitze und auf Gesellschaft warte, als ich ein Geräusch vernehme. Ich hebe den Kopf und sehe Thunder aus ihrem Zimmer kommen.
Die Clubdamen wohnen in einem großen Raum, der an die Bar angrenzt. Ein großes Zimmer, eine Art Familienzimmer oder so. Jedenfalls befinden sich dort sehr viele Betten. Der Raum dient nur zum Schlafen, mehr nicht. Allerdings übernachten sie dort nicht sehr oft. Normalerweise nächtigen sie in einem der Zimmer der Jungs, weshalb es mich umso mehr überrascht, sie den Raum verlassen zu sehen.
Sie bleibt mitten in der Bar stehen, dreht den Kopf in meine Richtung und schaut mich an. Sie hat noch nie ein Wort mit mir gewechselt oder mich eines Blickes gewürdigt. Keine Ahnung, ob es daran liegt, dass man es ihr verboten hat , aber egal, wie der Grund auch lauten mag, ich bin froh darüber.
Heute ist es nicht anders. Sie spricht nicht mit mir. Nachdem sie mich einen Augenblick lang angestarrt hat, dreht sie sich um und marschiert in Richtung Küche. Irgendwie bin ich erleichtert, dass ich mich nicht mit ihr unterhalten musste. Ich habe keinen blassen Schimmer, was ich hätte sagen sollen.
Ein paar Sekunden später schwingt die Tür zur Bar auf und Itch kommt hereinspaziert. Er sieht gut aus. Er trägt ein kurzärmliges Shirt und seine Kutte, weshalb ich die Tattoos auf seinen Armen sehen kann. Außerdem hat er eine Sonnenbrille auf der Nase. Er ist ein knallharter Typ. Mein Gesicht wird ganz warm aufgrund seiner Erscheinung. Ich bin mir sicher, dass meine Wangen rot sind. Falls es ihm auffällt, spricht er es jedenfalls nicht an.
„Bist du startklar?“, will er wissen, ohne mehr als zwei Schritte in die Bar hineingemacht zu haben.
Nickend stehe ich auf und mache mich auf den Weg zu ihm. Ich bin noch nicht weit gekommen, vielleicht ein paar Meter, da ertönt Thunders Stimme hinter mir. Ich drehe mich nicht zu ihr um. Nichtsdestotrotz kriecht mir ein unangenehmes Prickeln aufgrund ihrer Worte die Wirbelsäule hinauf.
„Sehen wir uns heute Abend, Baby?“, ruft sie. Ich weiß, dass sich ihre Frage an Itch richtet.
Mein Blick ist auf Itch konzentriert. Ich kann nicht wegsehen, kann den Blickkontakt einfach nicht beenden. Ich muss wissen, was er denkt. Auch er sieht mich weiterhin an, lässt jedoch Thunders Frage unbeantwortet. Und aus diesem Grund zieht sich mein Herz zusammen.
Er zuckt mit dem Kinn, dreht sich um und verlässt die Bar. Ich eile ihm hinterher. Ich bin froh, dass er geht, dass er das Gespräch nicht vertieft hat, denn ich will nicht mitbekommen, was er Thunder zu sagen hat. Ebenso wenig wie ich daran interessiert bin, ihre Worte zu hören.
Im Freien angekommen, blinzle ich. Die Sonne Arizonas scheint auf mich herab. Es ist Sommer, es ist heiß und ich bin eigentlich bereit für den Winter. Keinesfalls für den Herbst, denn der Herbst ist genauso wie der Sommer … viel zu warm.
Ich rechne damit, dass Itch zu seinem Motorrad geht und aufsteigt – ich sehe, dass es nur ein paar Meter von uns entfernt geparkt ist -, aber er tut es nicht.
Er marschiert an seiner glänzenden schwarzen Maschine vorbei und steuert auf ein Muscle Car aus den späten Siebzigern zu. Ich weiß nicht, was für ein Auto es ist, aber ich kann sagen, dass es sehr alt ist und wahrscheinlich viele PS hat. Es ist schwarz, schnittig und ein Zweitürer.
Er geht zur Beifahrertür. Seine Jeans schmiegt sich perfekt um seine Beine und seinen Hintern. Ich sollte seinen Po vermutlich nicht so anstarren, er sollte mich nicht interessieren, aber ich bin nun mal nicht blind. Itch ist heiß. Er war es schon immer, selbst, nachdem sein Gesicht zu Brei geprügelt wurde. Ich musste ihn retten, weil er zu schön zum Sterben war.
Das ist die Wahrheit.
Ich beobachte ihn seit Monaten, bewundere seinen Körper, sein Gesicht und bin eifersüchtig auf jede Frau, die ihn berührt. Ich sollte mich nicht auf solche Dinge konzentrieren oder mir darüber den Kopf zerbrechen, doch ich kann nicht anders.
Nachdem ich auf dem Beifahrersitz Platz genommen habe, schließt er die Wagentür hinter mir, umrundet das Auto und lässt sich auf dem Fahrersitz nieder. Er startet den Motor und dreht die Klimaanlage auf. Aus der Lüftung strömt mir kühle Luft entgegen, aber das stört mich nicht. Dieses Auto ist atemberaubend. Es ist sexy. Genau wie er.
Der Motor heult kurz auf, als er den Rückwärtsgang einlegt und aus der Parklücke fährt. Nachdem er den Wagen gewendet hat, um die lange Auffahrt hinunter zu brausen, werde ich in den Sitz gedrückt, da er das Gaspedal durchtritt und der Wagen nach vorne schießt.
Er gibt nicht lange Gas, nur einen Moment, da wir schnell das Tor erreichen und hindurchfahren. Er biegt in dieselbe Richtung ab, wie die Mädels gestern. Und zwar, in die Innenstadt. Ich bleibe stillschweigend auf meinem Platz sitzen, denn ich habe Angst, zu sprechen, habe Angst, überhaupt zu atmen.
Als er eine Hand in meine Richtung ausstreckt, atme ich tief ein. Ich drehe den Kopf, um sein Profil in Augenschein nehmen zu können. Seine Lippen sind leicht nach oben geschwungen. Itch schaut geradeaus, sieht nicht zu mir. Mit der freien Hand dreht er das Radio auf.
Ein alter Rocksong erfüllt das Innere des Wagens. Ich schließe die Augen, lehne mich zurück und genieße die Musik. Ich habe diesen Song noch nie gehört; meine Playlist ist nicht sonderlich vielfältig, aber dieses Lied gefällt mir. Seitdem ich im Club lebe, habe ich feststellen müssen, dass ich auf Rockmusik stehe.
Meine Brüder haben eigentlich immer nur Rap gehört, wenn denn überhaupt Musik lief. Also war das alles, was ich kennengelernt habe, aber mir gefällt Rock viel besser. In diesem Moment genieße ich einfach bloß die Klänge der Musik.

 

Itch

Ich steure auf den Parkplatz zu und betrachte das Restaurant. Keine Ahnung, ob sie auf diese Art von Essen steht. Wahrscheinlich sollte ich sie das fragen, aber ich bin echt am Verhungern. Ich stelle daher den Motor ab, öffne die Autotür, gehe zu ihrer hinüber und halte die Beifahrertür für sie auf.
Sobald sie aus dem Wagen gestiegen ist und neben mir steht, nehme ich ihre Hand in meine und ziehe sie hinter mir her in Richtung Eingang.
„Itch?“
Ich bleibe nicht stehen. „Wir essen zu Mittag.“
„Mittagessen“, flüstert sie vor sich hin.
Ich wende mich an eine Bedienung, um nach einem Tisch für zwei zu fragen. Zum Glück hat sie noch etwas frei und wir werden zu unserem Platz geführt. Ich würde einen Tisch ganz hinten im Lokal bevorzugen, aber heute ist hier verdammt viel los. Und da ich einen Bärenhunger habe, beschwere ich mich nicht. Bevor die Kellnerin uns allein lässt, erkundigt sie sich, was wir trinken möchten. Wir ordern beide ein Wasser. Sie nickt uns kurz zu, dann verschwindet sie.
„Ich habe mir gedacht, dass wir erst einen Happen essen und dann shoppen gehen. Morgen früh habe ich Termine, aber für heute steht nichts auf dem Plan“, sage ich.
„Shoppen?“
Ich räuspere mich. „Babe, du hast keine Klamotten.“
Prompt wird sie rot. Das ist zwar verdammt niedlich, aber gleichzeitig hasse ich es, sie in Verlegenheit gebracht zu haben. Das will ich nicht. Niemals. Doch es ist nun mal die Wahrheit – sie hat keine verdammten Klamotten. Sie besitzt ein paar Shorts und Shirts. Nichts davon ist neu oder passt ihr auch nur annähernd.
Ich gebe einen Scheiß auf Kleidung, aber ich weiß, dass Frauen so etwas wichtig ist. Außerdem, so beschissen das auch klingen mag, gehört sie bald mir, und es wäre verflucht unpassend, wenn meine Frau nur vier Kleidungsstücke besäße.
„Ich habe zwar keine, aber ich brauche auch nichts“, wispert sie.
Ich reagiere nicht sofort auf ihre Aussage, da die Kellnerin unsere Getränke serviert und anschließend die Bestellung aufnimmt. Als sie wieder geht, sehe ich Piper an. Sie hält den Kopf gesenkt und starrt die Tischplatte an.
„Ach, nein?“, hake ich nach. „Jeder Mensch braucht doch Klamotten. Und bald wirst du deine eigene Kreditkarte bekommen, damit du dir nach der Hochzeit kaufen kannst, was du brauchst.“
Sie hebt den Kopf, um meinem Blick zu begegnen. Ihre Augen sind ganz weit.
Ich muss lachen, was ich als Husten zu tarnen versuche. „Ich bin kein armer Schlucker. Ich kann für die monatlichen Kosten aufkommen. Wenn es aus dem Ruder läuft, werde ich dir das sagen. Aber ich will, dass du deine Freiheit behältst.“
Ihre Lippen teilen sich und sie starrt mich einen langen Moment über ehrfürchtig über den Tisch hinweg an. „Meine Freiheit?“ Die Frage ist kaum lauter als ein Flüstern. Es scheint, als würde sie mir nicht glauben.
„Du bist doch nicht meine …“ Mir fehlen die Worte, da ich nicht weiß, wie ich es am besten ausdrücken soll.
„Sklavin?“
„Nein, das bist du ganz bestimmt nicht“, knurre ich. „Vertrag hin oder her, wenn wir verheiratet sind, dann mit allem Drum und Dran. Du wirst meine Frau sein und das bedeutet, dass wir uns gegenseitig den Rücken stärken.“
„Okay.“
Sie ist so verdammt schüchtern und wortkarg, dass ich mich frage, ob das wohl immer so bleiben oder sich irgendwann legen wird, jetzt, da sie die Freiheit dazu hat, zu entdecken, wer sie wirklich ist. Piper wurde ihr ganzes Leben über engmaschig kontrolliert. Und auch ich mag es, die Kontrolle zu haben, allerdings nur an einem Ort – im Schlafzimmer.
Nachdem uns das Essen serviert wurde, bleiben wir beide stumm. Ich mache keine weiteren Ankündigungen, weil ich Angst habe, dass das zu viel für sie sein könnte. Ich spüre, dass sie schon sehr verängstigt ist.
Während wir essen, beobachte ich sie. Ich sauge alles von ihr in mir auf, weil ich neugierig bin. Vor allem aber, da ich sie nicht wirklich kenne. Ich denke über sie nach, betrachte sie und stelle mir vor, wie das Leben mit ihr zusammen aussehen könnte.
„Hast du dir schon Gedanken darüber gemacht, welche berufliche Richtung du einschlagen willst?“, erkundige ich mich.
Sie hält eine Pommes in die Luft. Abermals werden ihre Augen ganz groß. „Arbeiten?“
Lachend schnappe ich dir die Pommes weg und schiebe sie mir in den Mund. „Ja, arbeiten. Hast du jemals darüber nachgedacht, dein eigenes Geld zu verdienen?“
„Nein“, gesteht sie mir. „Mir ist noch nie in den Sinn gekommen, arbeiten zu gehen.“
„Dann ist das hier deine Chance, dir Gedanken zu machen. Kiplyn hat irgendeine Schule besucht, die sich mit Haut oder so beschäftigt. Sie führt nun Gesichtsbehandlungen durch.“
„Sie ist Kosmetikerin“, korrigiert sie mich.
Schmunzelnd lasse ich ihre Worte zunächst so zwischen uns stehen. Sie nimmt sich eine weitere Fritte, tunkt diese in den Ketchup ein und führt sie zu ihrem Mund. Mir kommt es so vor, als wäre sie bereits in Gedanken versunken.
Piper zieht die Augenbrauen zusammen, ehe sie mich anschaut. „Wäre es für dich in Ordnung, wenn ich zur Schule gehen würde?“
„Natürlich, Babe. Du wirst zwar verheiratet sein, aber du bist eine freie Frau. Ich werde vielleicht Regeln aufstellen, aber diese beinhalten nicht, dass du nur zu Hause hocken musst und dir nicht die Welt ansehen darfst.“
Sie stößt einen schweren Seufzer aus und rutscht unruhig auf ihrem Stuhl umher, als wäre ihr das Thema unangenehm. „Ich habe keine Ahnung, was ich beruflich machen soll.“
„Nein? Na ja, du hast ja noch Zeit, darüber nachzudenken.“
Sie nickt und atmet aus. „Ja, das stimmt. Ich werde mir Gedanken machen.“
Ich hole mein Portemonnaie aus der Hosentasche und werfe etwas Geld auf den Tisch. Dann stehe ich auf. Ich gehe auf Piper zu und strecke ihr meine Hand entgegen, woraufhin sie ihre Handfläche in meine legt. Ich schlinge die Finger um ihre und warte darauf, dass sie sich ebenfalls erhebt.
Als das geschehen ist, verlassen wir gemeinsam, händchenhaltend, das Restaurant. Doch anstatt zum Auto zu gehen, führe ich sie zu einem Einkaufszentrum, das nur ein paar hundert Meter vom Lokal entfernt ist.

Piper

Als ich noch mit meinen Brüdern zusammenlebte, durfte ich nie allein einkaufen gehen. Meistens habe ich online geshoppt und die Sachen zu uns nach Hause liefern lassen. Eigentlich war ich noch nie in einem Geschäft, bis auf gestern, und nun befinde ich mich direkt in einem Einkaufszentrum.
Ich bin mir sicher, dass es im Land noch viel größere Malls gibt und dass das hier keine große Sache sein sollte, aber allein die Tatsache, dass ich in jeden Laden gehen und mir aussuchen kann, was ich möchte, ist überwältigend. Es gibt so viele Regale und Kleiderstangen mit Klamotten. Eine Million mehr als gestern im Brautmodegeschäft. Und ich dachte, das wäre bereits riesig gewesen.
Ich bleibe stehen und sehe mich im Laden um. Er gleicht einem Meer an Regenbögen. Ich habe noch nie so viele Farben und Möglichkeiten auf einem Fleck gesehen. Ich lege den Kopf in den Nacken und sehe zu Itch auf, woraufhin er aufstöhnt.
„Du brauchst eine Menge Zeug. Also, fang an und nimm dir, was dir gefällt.“
„Ich weiß nicht, was ich möchte“, gestehe ich ihm.
Er entgegnet nichts auf mein Geständnis. Ich weiß nicht, womit ich gerechnet habe, aber ganz sicher nicht damit, dass er seine Hand fester um meine schlingt und losmarschiert. Seine langen Beine tragen ihn durch den Laden, weshalb ich mit meinen viel kürzeren dazu gezwungen bin, ihm regelrecht hinterherzurennen, um Schritt halten zu können. Mitten in der Abteilung für Damenmode bleibt er stehen.
Ein paar Meter von uns entfernt hält sich eine Verkäuferin auf. Sie schaut zu uns herüber und mustert Itch von oben bis unten mit großen Augen. So intensiv, dass ich mich sofort unwohl fühle.
„Wie kann ich Ihnen helfen?“, erkundigt sie sich. Ihre Stimme kommt einem Schnurren gleich. Sie versucht, sexy zu wirken, und das gefällt mir ganz und gar nicht. Während ich sie anstarre, stellen sich mir die Nackenhaare auf.
„Sie braucht eine komplett neue Garderobe. Einfach alles“, murmelt Itch neben mir.
Schließlich wendet sich die Verkäuferin mir zu und schenkt mir ein falsches, zuckersüßes Lächeln. Als sie mit mir spricht, klingt ihre Stimme wie purer Sirup. „Hallo, bist du gerade zu deinem Daddy gezogen und brauchst ein paar neue Klamotten für die Schule?“
Ich zucke zusammen. Ich weiß nicht viel über das Leben in der Außenwelt, da ich die meiste Zeit in völliger Isolation verbracht habe.
Mich räuspernd neige ich den Kopf leicht zur Seite. „Ich werde in zwei Wochen, nach unserer Hochzeit, mit meinem Mann zusammenziehen“, lasse ich sie wissen.
Der Blick der Frau wandert erst zu Itch, dann zu unseren ineinander verschränkten Fingern. Sie weicht einen Schritt zurück und ihre Augen werden ganz weit. Sie scheint unseren Anblick merkwürdig zu finden, was wohl an unserem Altersunterschied liegt.
Mich beschleicht ein ungutes Gefühl. Ich ziehe an seiner Hand und versuche so, seine Aufmerksamkeit zu erregen, aber er reagiert nicht darauf und starrt weiterhin die Verkäuferin in Grund und Boden. Diese keucht leise auf, dann gleitet ihr Blick zu seiner Brust. Auf seiner Kutte befindet sich ein Aufnäher, der ihn als Road Captain der Devil’s Hellions identifiziert. Und plötzlich scheint es, als würde ihr ein Licht aufgehen.
Sie sieht nicht länger den großen, gut aussehenden Mann vor ihr, sondern einen völlig anderen Menschen – einen Gesetzlosen. Ich beobachte, wie sich ihr Mund ein paar Mal öffnet und wieder schließt, jedoch kommt ihr kein Ton über die Lippen. Doch dann räuspert sie sich, strafft die Schultern und setzt ein falsches Lächeln auf.
Die Dame konzentriert sich nicht länger auf Itch, sondern widmet mir ihre Aufmerksamkeit. „Dann kommen Sie bitte hier entlang. Wir verfügen über eine große Auswahl an Kleidung für junge Frauen. Suchen Sie etwas Legeres oder Schickes?“
Ich sehe Itch an und ziehe fragend die Augenbrauen in die Höhe. Er zuckt mit den Schultern. „Etwas Lässiges“, teilt er ihr mit. „Wir sind oftmals auf dem Bike unterwegs.“
Die Frau wimmert leise auf, reagiert allerdings nicht direkt auf Itchs Worte. Stattdessen schenkt sie mir ein noch falscheres Lächeln als soeben und deutet auf eine Wand, vor der Jeanshosen gefaltet in Regalen liegen.
„Wir führen eine Vielzahl von Jeanshosen. Die jüngeren Frau tendieren zu diesen Modellen. Die Junior-Kollektion, dessen Schnitte für einen Körper mit weniger Kurven und kleineren Oberweiten gemacht sind, ist sehr modisch.“
Ich teile ihr nicht mit, dass ich überhaupt keine Ahnung von Mode habe, da sie ohnehin schon sehr verunsichert dreinblickt. Ich glaube, wenn ich ihr etwas über meine Brüder, meine Kindheit oder dem Leben bei Cyrus erzählen würde, würde sie wahrscheinlich in Ohnmacht fallen.
Sie sucht mir gefühlt eine Million Sachen zusammen, die ich versuchen soll. Als ich endlich in der Umkleidekabine stehe, bin ich erschöpft. Ich will sie nicht alle anprobieren, aber ich muss, da ich keine Klamotten im Schrank habe.
Bevor ich mich ausziehe, stecke ich den Kopf durch den Vorhang und schaue zu Itch, der mittlerweile auf einem Stuhl Platz genommen hat und auf sein Handy starrt. Als ich seinen Namen rufe, sieht er vom Telefon auf, schaut mich an und zieht die Augenbrauen in die Höhe.
„Willst du alles sehen?“
Grinsend schüttelt er den Kopf. „Nee, Babe. Was immer dir gefällt, wird gekauft.“
Babe. Vermutlich sollte es mir nicht so sehr gefallen, dass er mich so nennt. Ich kenne ihn kaum und ich habe ihn diesen Kosenamen auch schon zu Thunder sagen hören sowie zu jeder anderen Frau, dennoch löst er etwas in mir aus. Der Spitzname lässt meinen ganzen Körper kribbeln … überall.
„Okay“, erwidere ich und versuche, meine glühenden Wangen vor ihm zu verbergen, die von Sekunde zu Sekunde noch heißer werden.
Ich ziehe den Kopf durch den Vorhangstoff zurück und entkleide mich bis auf die Unterhose. Vor mir ist ein Ganzkörperspiegel montiert. Aufgrund des Anblicks meines nackten Körpers halte ich einen Moment lang inne. Ich habe mich schon eine ganze Weile nicht mehr betrachtet. Genauer gesagt, seit ich zu Cyrus geschickt wurde. Er hat es mir nie gestattet, mich selbst anzuschauen. Ich bin mir sicher, dass das eine seiner Isolations- Wie breche ich eine Frau-Methoden war.
Aber jetzt, da ich hier stehe und mich im Spiegel sehe, frage ich mich, was zum Teufel mit mir passiert ist. Ich habe viel Gewicht verloren.
Ich bin dünn, nahezu dürr.
Meine Knochen stehen an den Hüften empor. Ich komme nicht drum herum, mich zu fragen, was Itch wohl in ein paar Wochen über mich denken wird. Genauer gesagt, wenn er mich zum ersten Mal nackt sieht. Ich sehe definitiv nicht wie eine der Frauen aus, die jeden Abend knapp bekleidet durchs Clubhaus stolzieren.
Nicht im Entferntesten.
Er wird von mir enttäuscht sein.

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