Die Zähmung des Racheengels
von Pia Conti

Erschienen: 02/2016

Genre: Soft-SM / BDSM

Location: Italien

Seitenanzahl: 296


Erhältlich als:
paperback & ebook

ISBN:
Print: 978-3-86495-213-5
ebook: 978-3-86495-214-2

Preis:
Print: 12,90 €[D]
ebook: 6,99 €[D]

Erhältlich bei u.a.:

und allen gängigen Onlinehändlern und im Buchhandel

Die Zähmung des Racheengels


Inhaltsangabe

Lara Mancini bebt vor Empörung: Der Immobilienhai Dario Canavaro will das alte Gebäude, in dem ihre Großmutter lebt, abreißen lassen, um darauf einen modernen Apartmentkomplex zu errichten. Als sie sich mithilfe ihrer Nachbarin Kassia auf eine seiner Pressekonferenzen schleicht, beschimpft sie ihn vor allen Journalisten als geldgierigen Teufel.

Dario ist mehr amüsiert als empört, denn er findet sofort Gefallen an dem zornsprühenden Racheengel. Schon seit einiger Zeit sucht der übersättigte Dominus eine neue Herausforderung und Lara weckt mit ihrer Widerspenstigkeit seine dunkelsten Begierden. Zu gerne würde Dario den kleinen Racheengel zähmen - und so erpresst er Lara, der nichts anderes übrig bleibt, als sich zu fügen.

Schon bald muss Dario feststellen, dass auch Engel vor Leidenschaft brennen können ... 

Über die Autorin

Pia Conti ist das Pseudonym einer deutschsprachigen Autorin. Sie liebt ihre Familie, gutes Essen und die Sonne. Bücher begleiten sie schon seit frühester Kindheit und mit der Veröffentlichung ihres eigenen Romans geht ein Traum in Erfüllung.

 

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Leseprobe

 

Leseprobe:

Plötzlich hörte ich ein Geräusch und fuhr herum. Da stand er. Noch größer, attraktiver und imposanter, als ich ihn in Erinnerung hatte. Cannavaro grinste gelangweilt und kam langsam auf mich zu geschlendert. Der hat ja die Ruhe weg, dachte ich beleidigt und musterte ihn meinerseits mit all der Verachtung, die ich aufbringen konnte.
„Da sind Sie ja“, sagte er anstatt einer Begrüßung. „Um ehrlich zu sein, bin ich nach Ihrem grandiosen Auftritt auf der Pressekonferenz ein bisschen enttäuscht, dass Maxim Sie so mühelos dazu überreden konnte, ihn zu begleiten. Ich hatte auf ein wenig mehr Widerspenstigkeit gehofft.“
Sein maliziöser Gesichtsausdruck...

...trieb meinen Blutdruck in ungeahnte Höhen. Wie konnte er es wagen, sich auch noch über mich lustig zu machen, nachdem er seinen Bodyguard damit beauftragt hatte, mich zu entführen? Die Wut blubberte kochend durch meine Adern.
„Sie sind eine miese Ratte, Signor Cannavaro, und es ist mir scheißegal, ob ich Ihnen widerspenstig genug bin oder nicht. Was Sie da treiben, ist Nötigung.“
Achselzuckend trat er näher. Er trug eine dunkelgraue Anzughose, einen schmalen schwarzen Gürtel mit einer dezenten silbernen Schnalle und darüber ein schlichtes weißes Hemd mit aufgerollten Ärmeln. Es gefiel mir nicht, wie sich mein Puls allein bei seinem Anblick beschleunigte. Ich konnte die feinen Härchen auf seinen Unterarmen selbst aus der Entfernung erkennen, und als er sich mir näherte, bekam ich eine vage Ahnung davon, wie viel Kraft in diesem hochgewachsenen und offensichtlich gut durchtrainierten Körper steckte. Die physische Präsenz dieses schwarzhaarigen Teufels erschlug mich beinahe.
Mir wurde die Kehle eng, während ich verstohlen seinen flachen Bauch und die schmalen Hüften betrachtete. Die Beule unter seinem Reißverschluss dehnte verheißungsvoll den Stoff und ich verlor mich in der erotischen Vorstellung, wie ich vor ihm auf die Knie sank, seinen Schwanz befreite und den Schaft tief in meinen Mund einsaugte.
Blinzelnd sah ich wieder in sein Gesicht und stellte fest, wie sich seine Augen verdunkelten, während er weiter auf mich zulief. Gott, er wusste ganz genau, was mir gerade durch den Kopf ging, und genoss seine Wirkung auf mich, die – leider – verheerender ausfiel als befürchtet. Eine Schande, denn seine Niederträchtigkeit stand seinem guten Aussehen in nichts nach.
Nur knapp fünfzig Zentimeter von mir entfernt blieb er stehen und nahm mir mit seinen breiten Schultern die Sicht auf alles, was sich hinter ihm befand. Dabei übte seine unmittelbare Nähe eine so besitzergreifende Wirkung auf mich aus, dass ich außer ihm nichts mehr wahrnahm. Erst als sich seine Mundwinkel zufrieden nach oben bogen, erwachte ich aus meinem Delirium und trat, erschüttert über meine Willenlosigkeit, einen Schritt zurück. Eine schlechte Idee, denn nun streckte er den Arm aus und hielt mich fest. Die Berührung seiner Hand ging wie eine Schockwelle durch meinen Körper, mein Magen ballte sich zusammen und die Oberfläche meiner Haut kribbelte.
„Du bleibst, wo du bist“, ordnete er an. Kühl, kontrolliert, ohne die Stimme zu erheben. Er duldete keinen Widerspruch. Dario Cannavaro war es eben gewohnt, alles zu bekommen, was er begehrte, und räumte dabei alles aus dem Weg, was ihm Widerstand bot.
„Lassen Sie mich“, wisperte ich tonlos. Solange er mich anfasste, fühlte ich mich wie paralysiert, ich konnte mich kaum noch bewegen, so sehr lähmte mich sein Griff. Ich spürte seine Finger überdeutlich auf meiner Haut. Da ich nur ein kurzärmliges T-Shirt trug, gab es nichts, was mich vor der Wärme seiner Handfläche schützen konnte. Sie drang in mich ein, nahm mich in Besitz.
Während ich mit leicht geöffneten Lippen zu ihm aufsah, zog er lediglich eine dunkle Augenbraue in die Höhe – fragend, ein klein wenig spöttisch. Unter seinem Blick kam ich mir vor wie ein dummes Schulmädchen.
„Also gut“, wisperte ich schließlich, „ich werde nicht weglaufen, aber bitte lassen Sie mich los. Sie tun mir weh.“
Endlich lockerten sich seine Finger und ich war frei. Mit nüchterner Miene wies er Richtung Terrasse. „Lassen Sie uns rausgehen und etwas essen. Sie müssen doch völlig ausgehungert sein.“
Ich konnte mir eine zickige Bemerkung nicht verkneifen. „Spielen Sie jetzt den guten Gastgeber? Ein bisschen spät, wenn Sie mich fragen.“
Ein scharfer Blick und ich verstummte eingeschüchtert. Seine Stimme besaß die Schärfe eines Skalpells, als er mir antwortete. „Mäßigen Sie Ihre freche Zunge, Signora Mancini. Es wird Ihnen nicht guttun, mich zu provozieren. Aber ...“, und nun lächelte er, „vielleicht wollen Sie ja insgeheim von mir zur Räson gebracht werden.“
Was meinte er damit? Ich riss die Augen auf und schnappte nach Luft. Das entlockte ihm ein zufriedenes Grinsen. „Angst?“
Irgendwie schaffte ich es, den Kopf zu schütteln und die Schwere meiner Zunge zu überwinden. „Nein, natürlich nicht“, murmelte ich und erntete ein wirklich fieses Lächeln.
„Dann frage ich mich, wieso Sie mich anschauen wie ein verschrecktes Mäuschen.“ Er kam näher und legte zwei Finger unter mein Kinn, um es anzuheben. Unsere Lippen trennten nur wenige Zentimeter, ich konnte direkt in das unergründliche Jadegrün seiner Iris sehen und stellte fest, dass ich mich darin spiegelte.
Obwohl er mich nur an zwei Punkten unter meinem Kinn anfasste, befiel mich ein Gefühl des Ausgeliefertseins. Statt mich angewidert von ihm abzuwenden, neigte ich mich ihm entgegen, teilte die Lippen, wollte mehr von diesem eigentümlichen Gefühl, ganz und gar in seiner Hand zu sein. Jeder Mann hätte dies als unmissverständliche Einladung angesehen, doch Cannavaro hielt sich zurück und machte mich stattdessen zur Gefangenen meines eigenen Körpers, indem er mich mit seinem durchdringenden Blick bezwang.
„Bitte ...“ Eigentlich wusste ich gar nicht, worum ich ihn bat. Ich wollte einfach nur etwas sagen, um diesen merkwürdigen Bann zu brechen, unter dem ich stand. Seine sinnlichen Lippen verzogen sich zu einem betörenden Lächeln, während er nun sanft an meinen Hals entlangstrich und an meiner pochenden Halsschlagader anhielt. Zärtlich drückte er dagegen, mein Puls blubberte rasend schnell unter seiner Fingerkuppe. Unwillkürlich atmete ich schneller und spürte, wie ich anfing, etwas zu erwarten. Keine Ahnung was, aber alles in mir gierte nach Dingen, die ich nicht begehren durfte.
„Du siehst aus, als stündest du dem Leibhaftigen gegenüber“, murmelte er, ohne das Streicheln an meiner Haut einzustellen. Mittlerweile hatten sich auch meine Brustwarzen verräterisch hart aufgerichtet. Selbst der BH konnte nicht verstecken, wie erregt mein Körper reagierte.
„Aber genau das sind Sie für mich“, flüsterte ich ehrlich. „Der Teufel, der meine Großmutter um einen friedlichen Lebensabend bringt und mich entführen lässt. Es ist völlig gleichgültig, ob Sie aus Fleisch und Blut sind oder ein Dämon. Es sind die Taten eines Menschen, die ihn ausmachen, und wenn man danach geht, hätten Sie sich den Titel des Leibhaftigen mehr als verdient.“
Oh Gott, war ich damit zu weit gegangen? Nein, anscheinend nicht. Er schnalzte nur gleichgültig mit der Zunge.
„Seien Sie nicht so melodramatisch, Lara. Ich habe nicht vor, Sie umzubringen oder Ihnen Gewalt anzutun, und was Ihre Großmutter angeht ... über das Thema werden wir uns noch ausgiebig unterhalten. Aber bevor wir das tun, lassen Sie uns auf der Terrasse eine Kleinigkeit essen. Mit leerem Magen streitet es sich schlecht.“
„Sie vielleicht, ich laufe dann erst zur Hochform auf.“
Grinsend strich er mir eine dunkle Haarsträhne aus dem Gesicht. In der Geste und in seinem Blick lag eine Zärtlichkeit, die mich unvorbereitet traf. Schluckend erwiderte ich seinen teils neugierigen, teils amüsierten Blick. Dann schüttelte er den Kopf.
„Ich merkte schon, Sie sind giftig wie eine Tarantel, wenn man Sie nicht regelmäßig füttert.“ Frech zwinkerte er mir zu. „Da Sie nicht ganz freiwillig mein Gast sind, sehe ich es als meine Aufgabe an, diesen Job zu erledigen.“
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