Italian Masters: Elisa - Verlockung der Unschuld
von Pia Conti

Erschienen: 05/2016
Serie: Italian Masters
Teil der Serie: 2

Genre: Contemporary Romance, Soft-SM / BDSM

Location: Italien

Seitenanzahl: 300


Erhältlich als:
paperback & ebook

ISBN:
Print: 978-3-86495-221-0
ebook: 978-3-86495-222-7

Preis:
Print: 12,90 €[D]
ebook: 6,99 €[D]

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Italian Masters: Elisa - Verlockung der Unschuld


Inhaltsangabe

Für Elisa geht ein Traum in Erfüllung, als sie mit Hilfe ihrer geliebten Tante Silvana ein neues Leben in Florenz beginnt. Diese vermittelt ihr eine Stelle beim unnahbaren Galeristen Fabrizio Testi. Die junge Frau ist vollkommen fasziniert von der machtvollen Aura dieses Mannes. Auch Fabrizio fühlt sich bezaubert von Elisas sanfter Schönheit, doch er hält sie für zu unbedarft, um seine sexuellen Ausschweifungen und seine Dominanz ertragen zu können. Doch kann Fabrizio der Verlockung der Unschuld dauerhaft widerstehen?

Über die Autorin

Pia Conti ist das Pseudonym einer deutschsprachigen Autorin. Sie liebt ihre Familie, gutes Essen und die Sonne. Bücher begleiten sie schon seit frühester Kindheit und mit der Veröffentlichung ihres eigenen Romans geht ein Traum in Erfüllung.

 

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Weitere Teile der Italian Masters Serie

Leseprobe

Am nächsten Abend stand sie zur vereinbarten Uhrzeit vor der Galeria di Bellazza. In ihrem Magen rumorte es vor Aufregung und sie wäre am liebsten zurück in Davinas kleine Wohnung geflüchtet. Ihr Selbstbewusstsein war zu einem winzigen kleinen Knäuel zusammengeschrumpft, und da sie vor lauter Aufregung seit dem Mittag nichts mehr gegessen hatte, war ihr obendrein ein wenig flau zumute.
Die Räumlichkeiten, in denen Signor Testi seine Kunstwerke ausstellte, befanden sich in einer zentral gelegenen Einkaufsstraße von Florenz, auf der Via dei Calzaiuoli, zwischen der Piazza Doumo und der Piazza della Signoria. Elisa fühlte sich wie erschlagen von den vielen...

...Boutiquen, die sich hier aneinanderreihten. Alle namhaften Designer und Labels konnte man hier finden. Die elitäre Eleganz des Eingangsbereichs beeindruckte sie sowieso. Die Galerie musste ziemlich illustres Publikum anziehen, wenn sie schon von außen so luxuriös aussah.
Sie trat an die Tür heran und griff nach der Klinke, die goldglänzend das Licht der Abendsonne reflektierte.
„Komm schon, geh rein. Er wartet sicher schon“, versuchte sie sich zu ermutigen und drückte den Griff herunter. Sie betrat einen riesigen Raum, der in klinischem Weiß erstrahlte und durch mehrere Trennwände in einzelne Nischen unterteilt wurde. Langsam trat sie näher und atmete mehrmals tief ein, um ihre Nerven zu beruhigen.
„Hallo? Ist da jemand?“, rief sie und ihre Stimme hallte erschreckend laut durch den Innenraum. Sie erhielt keine Antwort. Merkwürdig. Hatte er sie etwa vergessen? Nein, das konnte nicht sein. Sonst hätte er die Tür nicht offen gelassen. Vorsichtig ging sie ein paar Schritte weiter, blieb stehen und sah sich um.
Ziemlich eingeschüchtert vergrub sie die Fingernägel in ihren Handflächen, während sie sich umsah. Der Ausstellungsraum kam ihr enorm groß vor. Wie viel Miete zahlte er monatlich für eine solche Fläche? Es musste ein Vermögen sein, bei dieser Lage.
Da Signor Testi durch Abwesenheit glänzte, nahm sie sich die Freiheit und betrachtete die Bilder, die hier ausgestellt wurden. Sie mussten alle vom selben Künstler stammen. Jedes Bild trug mit seinen düsteren Farben und den verstörenden Motiven eine unverwechselbare Handschrift. Dunkle Töne, abstrakte Muster, die kriegsähnliche Szenarien wiedergaben und alles andere als leichte Kost darstellten. Vor allem ein Bild fesselte sie. Es zeigte eine Mutter, die ihr totes Kind in den Armen hielt.
Elisa schluckte schwer und konnte nicht mehr hinsehen. Eine so tiefgründige und gleichzeitig abstoßende Ausstellung hätte sie einem reichen Galeristen gar nicht zugetraut, und sie fühlte sich angesichts dieser verstörenden Motive wie ein naives Ding, das keine Ahnung vom wahren Leben hatte. Als hätte sie ihr bisheriges Dasein im Dornröschenschlaf verbracht und nicht mitbekommen, was für Gräuel tagtäglich auf dieser Welt passierten.
Betroffen wandte sie den Blick ab. Die Augen ganz fest zusammengepresst, atmete sie tief ein und aus.
„Ich habe schon oft erlebt, dass manche Kunstwerke einem Menschen den Atem rauben können, aber Sie sehen aus, als würden Sie jeden Augenblick in Ohnmacht fallen. Kann ich Ihnen vielleicht ein Glas Wasser anbieten?“ Diese Stimme glich einem dunklen, erotischen Flüstern. Sie zwang sich dazu, die Augen zu öffnen, und da sie den Kopf immer noch gesenkt hielt, starrte sie auf die polierten Schuhspitzen von schwarzen – offensichtlich handgenähten – Ledermokassins. Langsam glitt ihr Blick aufwärts, an dunklen Hosenbeinen entlang. Der Bund wurde von einem schwarzen Gürtel gehalten, die Schnalle war silbern. Der Mann hatte einen flachen Bauch, schmale Hüften, doch sein Brustkorb war unverkennbar muskulös. Breite Schultern, ein starker Hals, ein energisches Kinn … endlich wagte sie es, den Blick höher gleiten zu lassen, und glaubte, direkt in blankes Eis zu schauen, als sich ihre Blicke trafen.
Diese Augen … Dio mio … Sie leuchteten gletscherblau und hoben sie sich vom Rest seines kantigen Gesichts ab. Der Anblick seiner scharf geschnittenen Lippen und der hohen Wangenknochen, die ihm eine gewisse Arroganz verliehen, brachte sie zusätzlich aus der Fassung. Faszinierend. Sexy. Absolut zum Niederknien. Wenn es sich bei diesem Mann um Fabrizio Testi handelte, wovon sie ausging, dann würde sie erst mal lernen müssen, bei seinem Anblick nicht jedes Mal in Ohnmacht zu fallen. Auf jeden Fall wurde ihr mit einem Mal furchtbar schwindelig. Sie schnappte nach Luft und schwankte. Dio mio, sie würde umfallen wie ein Sack Mehl und sich fürchterlich vor ihm blamieren.
Er packte sie mit festem Griff um die Oberarme, bevor sie auf den harten Marmorboden stürzen konnte.
„Aber hallo, junge Dame. Tief durchatmen …“
Er zog sie an sich, um ihr den nötigen Halt zu geben. Instinktiv krallte sie die Finger in die Aufschläge seines Hemdes, ihre Stirn lag an seinem Brustbein, als sie versuchte, ihre Benommenheit wegzuatmen. Viel höher kam sie nicht, denn er überragte sie bestimmt um anderthalb Köpfe, trotz ihrer hochhackigen Sandaletten aus weißem Leder. Sie hatte ihre heiß geliebten Turnschuhe nur widerwillig gegen diese schicken Schuhe eingetauscht, um in ihrem hübschen blauen Sommerkleid erwachsener und weiblicher zu wirken. Oder wäre ein Hosenanzug passender gewesen? Dass sie sich ausgerechnet jetzt um ihre optische Erscheinung sorgte, bewies nur, wie durcheinander sie war.
„Geht es wieder?“
„Ja, mir war nur für einen Moment ein bisschen komisch.“ Noch immer spürte sie den Druck seiner Finger auf ihren Armen. Sie verstand nicht, wieso sich seine Nähe so wahnsinnig vertraut anfühlte. Er strahlte etwas aus, das Geborgenheit vermittelte. Ihr Verstand hielt das für Schwachsinn, doch der emotionale Teil in ihr ließ sich nicht steuern. Verwirrt sah sie zu ihm auf und rang sich ein Lächeln ab.
„Danke fürs Festhalten. Ohne Sie hätte ich wahrscheinlich den Fußboden geküsst.“
Seine Lippen verzogen sich, dennoch blieb sein Lächeln merkwürdig kühl, als er sagte: „Was für eine Verschwendung. Ihre Küsse sind ganz sicher zu wertvoll, um sie an einen kalten Stein zu verschenken.“
Er sprach akzentuiert, sein Blick blieb wachsam auf ihr Gesicht gerichtet. „Ich nehme an, Sie sind Elisa Bernini?“
Ein fesselndes Grinsen erhellte sein hochmütiges Gesicht und ihr stockte der Atem. Davina hatte weiß Gott nicht übertrieben. Dio mio … Sie wusste kaum noch, wo sie hinschauen sollte.
„Die bin ich. Ich bin hier wegen der Stelle als …“ Sie stockte und suchte nach einer passenden Umschreibung für ihre zukünftige Tätigkeit. Wie sollte sie es nennen? Mädchen für alles?
Er half ihr aus der Verlegenheit, indem er nach ihrer Hand griff und ihre Finger an seine Lippen zog. „… Assistentin meines Assistenten“, vervollständigte er ruhig und zwinkerte ihr zu. „Willkommen, Elisa, deine Tante hat mir einen großen Gefallen getan. Von nun an, werden die Besucher gleich zwei Gründe haben, um meine Galerie immer wieder zu besuchen. Die wunderbaren Kunstwerke und von jetzt an auch dich“, schmeichelte er. „Silvana hat mir verschwiegen, wie hübsch du bist.“
Ein solches Kompliment von einem Mann, der sicher jeden Tag schöne Frauen zu Gesicht bekam, aber er schien es ehrlich zu meinen und sie fühlte sich fast schwerelos vor Stolz. Es störte sie auch nicht, dass er sie ganz selbstverständlich duzte, auch wenn sie sich dieses Recht sicher nicht herausnehmen würde.
Sein Lächeln bescherte ihr unzählige Schmetterlinge im Bauch. Ihr Magen zog sich heftig zusammen, ebenso eine andere, weit intimere Stelle ihres Körpers. Was stellte dieser Mann nur mit ihr an?
„Geht es dir wirklich gut, Elisa? Du siehst mitgenommen aus.“
Reiß dich endlich zusammen!
„Um ehrlich zu sein, habe ich heute vor lauter Nervosität kaum etwas gegessen und das rächt sich jetzt.“
Gut, das war doch eine plausible Erklärung, die sogar der Wahrheit entsprach. Sie schenkte Fabrizio Testi ein entschuldigendes Lächeln. „Können wir vielleicht vergessen, dass ich mich gerade so blamiert habe?“
Sein Lachen durchdrang den Raum. „Ich denke, das lässt sich machen“, erwiderte er, wurde dann aber unvermittelt ernst, als sein Blick prüfend über sie glitt. „Aber du solltest in Zukunft darauf achten, regelmäßig zu essen. Du bist so zart wie ein kleines Vögelchen, du kannst es dir nicht erlauben, eine Mahlzeit ausfallen zu lassen.“
Ihr Selbstbewusstsein kam zurück und sie nahm seine versteckte Rüge gleichmütig hin. „Ich werde mich bemühen, Signor Testi“, antwortete sie eine Spur herablassend.
Er betrachtete sie abschätzend und rieb sich nachdenklich übers Kinn. „Was hältst du davon, wenn wir unser Gespräch in einem Restaurant fortführen? Ich wollte ohnehin noch etwas essen gehen. Wir könnten das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und uns ein wenig kennenlernen.“
Sein tiefer Blick brachte ihr Blut in Wallung und entfachte eine Hitze in ihrem Körper, die beständig zunahm. Aufgewühlt stellte sie fest, dass seine düstere Sinnlichkeit sie immer mehr faszinierte. „Essen klingt wunderbar“, antwortete sie mühsam beherrscht. Ich muss gestehen, ich verhungere fast.“
Ihr knurrender Magen bestätigte prompt diese Behauptung und so hielt er ihr charmant den Arm hin. „Dann lass uns gehen, Ucellina. Ich kenne da ein wunderbares Restaurant, und während wir essen, kann ich dir erklären, was von dir erwartet wird.“
Dass er sie mit einem Kosenamen bedachte, hätte sie wütend machen sollen. Stattdessen flatterten ihre Nervenzellen, bis sie glaubte, das sachte Vibrieren unter ihrer Haut zu spüren.
Entwickle bloß keine Gefühle für ihn, hatte Davina gesagt. Elisa war sich in diesen Momenten nicht sicher, ob sie das schaffen würde.

Fabrizio ahnte, dass er einen riesigen Fehler beging, indem er Elisa Bernini zum Essen ausführte, obwohl ein unpersönliches Gespräch in seinem Büro sicher ausgereicht hätte, um sich von ihren Qualifikationen zu überzeugen. Doch nachdem ihm dieses so zerbrechlich wirkende Geschöpf fast vor die Füße gesunken wäre, weil sie so unvernünftig gewesen war, den ganzen Tag nichts zu essen, konnte er nicht anders. Er wollte sich um dieses süße Ding kümmern, während der dominante Teil seiner Persönlichkeit danach lechzte, ihr wegen ihrer Unvernunft ordentlich den Arsch zu versohlen. Verstohlen betrachtete er sie von der Seite, sein Blick fiel auf das Profil ihrer entzückenden kleinen Nase. Eigentlich war sie gar nicht sein Typ. Viel zu niedlich, um ihn wirklich zu reizen, und ihr blaues Sommerkleid wirkte unschuldig, aber nicht besonders sexy.
Allerdings nur auf den ersten Blick, sah man nämlich genauer hin, konnte man unverkennbar sehen, wie wunderbar weich sich der Stoff an ihre wunderbaren Formen schmiegte. Ihr süßer Apfelpo schwang bei jedem Schritt aufreizend hin und her, seine Finger zuckten bereits, weil er ihr das Höschen runterziehen und die prallen Pobacken mit einem leuchtenden Rot überziehen wollte.
Natürlich würde er diesem Wunsch niemals nachgeben. Er durfte es nicht. Mit seinem Versprechen an Silvana hatte er Verantwortung für Elisa übernommen, und er würde seine Freundin nicht enttäuschen, indem er ihr Vertrauen missbrauchte. Nun, da er das Mädchen kennengelernt hatte, konnte er auch gut verstehen, wieso sich Silvana so um Elisa sorgte. Das Mädchen strahlte eine unschuldige Sinnlichkeit aus, die in vielen Männern den Jagdinstinkt wecken würde. Erschwerend kam noch hinzu, dass Elisa offensichtlich keine Ahnung davon hatte, wie stark sie auf einen Mann wirkte. Er selbst hatte Probleme, seine Triebe unter Kontrolle zu bringen, wenn er den verführerischen Schwung ihrer Hüften betrachtete oder die zarten Wölbungen ihrer Brüste unter dem züchtigen Ausschnitt.
Um ehrlich zu sein, überraschte es ihn ein wenig, wie heftig er auf ihren Anblick reagierte. So unbedarfte Frauen hatten ihn noch nie aus der Fassung gebracht, und nun gelang es ihm nur mit Mühe und Not, seine Erektion niederzukämpfen, bevor sie merkte, wie sehr sie ihn erregte. Vertrauensvoll sah sie zu ihm hoch, während sie die Galerie verließen, und er kam sich vor wie ein perverser alter Mann, der sich an der blühenden Schönheit der Jugend aufgeilte und dabei seinen düsteren Fantasien erlag. Er konnte die Bilder nicht zurückdrängen und stellte sich vor, wie er sie unterwarf. Gefesselt an Ketten, die zarten Gelenke umschlossen von Ledermanschetten und die Beine unanständig weit gespreizt, damit er sich am Anblick ihrer vor Nässe tropfenden Pussy laben konnte.
Während sie gemeinsam auf seinen Wagen zusteuerten, musterte er sie weiter voller Neugierde. Kaum zu glauben, dass sie der gleichen Familie entstammte wie Silvana. Fabrizio wusste, dass Silvanas Bruder genauso dunkelhaarig war wie sie selbst, demnach musste Elisas honigblondes Haar ein Erbe der Mutter sein. Die goldglänzenden Strähnen rahmten ihr Gesicht wie ein Glorienschein ein. Sie sah aus wie ein Engel, und der nachlässig geflochtene Zopf, der seitlich über ihre Schulter hing, untermauerte das Bild des braven Mädchens. Wie lang ihr Haar wohl sein würde, wenn er dem inneren Drang nachgab und die Zöpfe löste? War es lockig oder doch eher glatt?
Elisa merkte, wie er sie anstarrte, und lächelte schüchtern. Dio mio, wann hatte eine Frau in seiner Gegenwart das letzte Mal vor Verlegenheit die Lider gesenkt und nicht als Zeichen des Respekts oder um etwas vor ihm zu verbergen? Es musste schon Ewigkeiten her sein, denn er konnte sich nicht mehr daran erinnern.
„Sie starren mich an!“, beschwerte sie sich mit leiser Stimme, nachdem sie seinen Jaguar erreicht hatten und er die Beifahrertür öffnete. Fabrizio lächelte, charmant und unpersönlich, um sie nicht zu verängstigen. Elisas riesige graublaue Augen blickten zu ihm auf und sofort schoss ihm das Blut wieder in den Schwanz.
Verflucht, welcher Teufel hatte ihn nur geritten, den Abend mit ihr zu verbringen? Er musste dringend seine Professionalität wiederfinden, die ihm bei ihrem Anblick abhandengekommen war.
„Verzeih mir, Elisa, ich habe nur nach einer Ähnlichkeit mit deiner Tante gesucht. Ihr seht nicht aus, als würdet ihr aus der gleichen Familie stammen“, zog er sich aus der Affäre und versuchte, den nagenden Hunger, den ihre vollen Lippen in ihm weckten, zu ignorieren.
Seine Antwort beruhigte sie sichtlich, sie lächelte ganz reizend. „Meine Großmutter mütterlicherseits war blond und seit ihrem Tod bin ich die einzige Blondine in der Familie Bernini.“
Fabrizio verzog die Lippen zu einem Lächeln, er konnte gar nicht anders. Elisas süße Fröhlichkeit wirkte unwiderstehlich ansteckend auf ihn. „Ich hoffe, du verzeihst mir mein Starren. Ich wollte dich nicht in Verlegenheit bringen.“ Das war eine dicke, fette Lüge. Er konnte sich nichts Schöneres vorstellen, als sie andauernd in Verlegenheit zu bringen, nur um ihre Wangen erröten zu sehen. Ob ihr Arsch auch so eine reizende Tönung aufweisen würde, wenn er ihn lang genug bearbeitete?
„Signor Testi? Stimmt was nicht?“
Ihre Frage brachte ihn wieder zur Vernunft. Er verhielt sich wie ein verliebter Trottel und nicht wie ein gestandener Mann. Und das wegen eines halben Kindes, das ihn aus großen Augen anblickte und gar nicht verstand, wie gefährlich nahe er davorstand, all seine Prinzipien zu vergessen. Nach diesem Abend würde er strikt darauf achten, nie wieder allein mit ihr zu sein. Am besten überließ er sie Nevios Obhut, der nach seiner Bestrafung im Caligula nichts mehr gegen Elisas Einstellung einzuwenden hatte.
„Nein, es ist alles in Ordnung. Setz dich in den Wagen.“