Alpha Unit: Voice of Passion

Er­schie­nen: 08/2014
Serie: Alpha Unit
Teil der Serie: 1

Genre: Ro­man­tic Thrill

Lo­ca­ti­on: USA

Sei­ten­an­zahl: 272 (Über­grö­ße)


Er­hält­lich als:
pa­per­back & ebook

ISBN:
Print: 978-3-86495-041-4
ebook: 978-3-86495-042-1

Preis:
Print: 14,90 €[D]
ebook: 6,99 €[D]

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und allen gän­gi­gen On­line­händ­lern und im Buch­han­del

Alpha Unit: Voice of Passion


In­halts­an­ga­be

Ein Bo­dy­guard, der ihr auf Schritt und Tritt folgt, ist etwas, wor­auf die Rock­sän­ge­rin Eve Ross gut ver­zich­ten könn­te - selbst wenn der Bo­dy­guard so ver­teu­felt at­trak­tiv und an­zie­hend ist wie Jen­sen McN­ame­ra! Zwi­schen Eve und Jen­sen flie­gen die Fet­zen, doch seine An­we­sen­heit an ihrer Seite ist un­er­läss­lich, da Eve von einem Stal­ker be­droht wird. 

Eve ahnt nicht, dass Jen­sen ein Un­der­co­ver­agent der Ge­heim­or­ga­ni­sa­ti­on Alpha Unit ist. Jen­sen wurde auf Eve an­ge­setzt, um einen Dro­gen­ring rund um Eves Band aus­zu­he­ben. 

Ob­wohl Eve für Jen­sen tabu ist, löst sie ein un­ge­ahn­tes Ver­lan­gen in ihm aus, dem er nicht wi­der­ste­hen kann. Wil­lig lässt Eve sich von Jen­sen ver­füh­ren. Glü­hen­de Lei­den­schaft und nack­te Emo­tio­nen pral­len un­ge­bän­digt auf­ein­an­der, bis der Stal­ker er­neut zu­schlägt und Jen­sen zu einer Ent­schei­dung zwingt, die nicht nur Eves Leben fol­gen­schwer ver­än­dert ... 

Über die Au­to­rin

Sa­van­na Fox, Jahr­gang 1982, lebt mit ihrem Ehe­mann und den ge­mein­sa­men Kin­dern sehr glück­lich ir­gend­wo im Spes­sart. 

...

Wei­te­re Teile der Alpha Unit Serie

Le­se­pro­be

Le­sero­be 1:

 

Als Jen­sen mit Eve den klei­nen Saal des Re­sorts be­trat, lief sie auf di­rek­tem Weg zu ihren Band­kol­le­gen, die be­reits ihre In­stru­men­te stimm­ten.

Jen­sen sah sich um. Shane und JD waren eben­falls unter den An­we­sen­den, beide nick­ten ihm un­auf­fäl­lig zu, wäh­rend sie mit Tay­lor und Chris scherz­ten. We­nigs­tens das klapp­te …

 Im Hin­ter­grund er­kann­te er The­re­sa Sny­der, die PR-Agen­tin der Band, die heute Mor­gen eben­falls aus L.A. ein­ge­trof­fen war. Chris hatte sie am gest­ri­gen Abend kurz er­wähnt, wor­auf­hin Jen­sen The­re­sa über­prüft hatte. Sie war ein un­be­schrie­be­nes Blatt.

Auf einem der hin­te­ren Stüh­le fand er Platz und legte be­quem die Beine hoch. Ihm...

...​entging nichts. Ins­be­son­de­re nicht Eve, die ihn von der Bühne aus hass­er­füllt ansah. Lei­der übten ihre Bli­cke einen gänz­lich an­de­ren Ef­fekt auf ihn aus, als sie es wahr­schein­lich wünsch­te.

Him­mel, diese Frau brach­te das Blut in ihm zum Ko­chen. Er spür­te, wie seine Hose enger wurde. Ein ver­lan­gen­der Druck zog pul­sie­rend durch sei­nen be­reits an­schwel­len­den Schaft und nahm sei­nen Kör­per re­gel­recht ge­fan­gen.

Schei­ße, ihm war klar, Eve spiel­te ein fal­sches Spiel. Nur seine be­gin­nen­de Erek­ti­on woll­te davon ab­so­lut nichts wis­sen, statt­des­sen ließ sie ihn vor er­neut auf­kei­men­der Lust be­reits ver­ge­hen.

 

Eve rich­te­te das Mi­kro­fon auf seine op­ti­ma­le Höhe aus, legte sich den Gi­tar­ren­gurt ihres ge­lieb­ten James Johns­ton Fen­der Bass um die Schul­ter und such­te ihren Platz neben Tay­lor, der seine E-Gi­tar­re in der Hand hielt, auf. Sie warf einen letz­ten Blick nach hin­ten, wo Chris am Schlag­zeug saß, und war­te­te auf das Zei­chen zum Ein­satz.

 »Be­reit?«, frag­te Tay­lor.

Sie nick­te.

»Okay, dann bei drei.« Tay­lor zähl­te, und Eve stimm­te mit ihm ge­mein­sam den ers­ten Song an.

Der Rhyth­mus er­griff sie so­fort, und wäh­rend ihre Fin­ger wild über das In­stru­ment glit­ten, wan­der­te ihr Blick er­neut zu Jen­sen. Seine Auf­merk­sam­keit lag starr auf ihr. Doch in die­sem Mo­ment ver­un­si­cher­te sie Jen­sens An­we­sen­heit kein biss­chen. Im Ge­gen­teil, Eve konn­te er­leich­tert auf­at­men. Sie tat das, womit sie sich am si­chers­ten fühl­te, und schloss be­freit die Augen. Sie lieb­te die­ses in­ten­si­ve Ge­fühl, die Sai­ten der Bass­gi­tar­re blind zu be­rüh­ren und ihre Stim­me mit in die Me­lo­die zu brin­gen. Der Text glitt wie im Schlaf über ihre Zunge … mit der sie letz­te Nacht hem­mungs­los von Jen­sens Lip­pen ge­kos­tet hatte. Sie seufz­te, als die Er­in­ne­rung sie von Neuem über­fiel. Sie löste ein er­re­gen­des Pri­ckeln in ihrem Bauch aus, das durch die takt­vol­len Vi­bra­tio­nen ihres Bas­ses zu einem ver­lan­gen­den Druck in­ten­si­viert wurde.

Es ge­lang Eve nicht, diese Sehn­sucht aus­zu­blen­den. Statt­des­sen wirk­te sie wie eine Fol­ter und ließ sie er­neut spü­ren, wie sich Jen­sens mus­ku­lö­ser Kör­per gegen ihren ge­drängt hatte. Bei­na­he schmerz­lich quäl­ten die Emp­fin­dun­gen ihre Sinne, so­dass sie die Augen auf­riss und Hilfe su­chend zu Jen­sen sah, der sie ver­wirrt mus­ter­te.

Sein An­blick brann­te sich in ihr In­ners­tes und ließ nicht nur ihr Herz hef­ti­ger schla­gen. Ihr Blut pul­sier­te lust­voll zwi­schen ihren Schen­keln. Ihre Kon­zen­tra­ti­on litt enorm. Eben­so wuchs in ihr der sehn­süch­ti­ge Hun­ger, dem sie hilf­los aus­ge­lie­fert war. Die Si­tua­ti­on wurde für Eve zu einer stun­den­lan­gen Qual, die sie die ge­sam­te Probe pau­sen­los über sich er­ge­hen las­sen muss­te. Als sie kurz nach 20.30 Uhr end­lich den letz­ten Ton von ihrer Bass­gi­tar­re ge­spielt hatte, riss sie das In­stru­ment von ihrer Schul­ter. Ver­folgt von den Bli­cken der an­de­ren, rann­te sie aus dem Saal in die dunk­le Frei­heit.

 

Jen­sens Kehle war aus­ge­trock­net. Er schluck­te schwer. Eve brach­te ihn völ­lig aus der Fas­sung – und das nicht ohne Fol­gen: Er hatte nicht nur eine Erek­ti­on, die ihn bei jeder Be­we­gung schmerz­lich dar­auf hin­wies, dass Eves at­trak­ti­ves Aus­se­hen ihm Pro­ble­me be­rei­te­te. Was ihm eben­falls nicht in den Kopf gehen woll­te, war, dass sie ihn auch noch mit ihrer Musik und ihrem Ge­sang fes­sel­te.

Wie be­nom­men saß er auf sei­nem Stuhl, wäh­rend er ihr zur Tür nach­sah. Ihm war klar, er muss­te hin­ter ihr her, um si­cher­zu­stel­len, dass ihr nichts pas­sier­te. Er warf JD, der ihm zu­nick­te, einen kur­zen Blick zu, dann erhob er sich und lief ihr nach.

Jen­sen fand Eve un­weit des Fe­ri­en­hau­ses. Sie stand mit dem Rü­cken zu ihm und hatte ihn noch nicht be­merkt. Re­gungs­los ver­harr­te er einen Mo­ment und be­ob­ach­te­te sie.

Das Mond­licht schien auf ihren Kör­per, und sie kam für ihn einer sil­ber­nen Göt­tin gleich. Er holte tief Luft, als er spür­te, wie durch die­sen fes­seln­den An­blick sein Blut in einer luster­füll­ten Wal­lung durch seine Adern ström­te.

Er ha­der­te. Soll­te er Eve bes­ser al­lein las­sen?

Nein. Es war der beste Au­gen­blick, um mit ihr zu reden.

Lang­sam trat er näher. Die­ses Mal ach­te­te er dar­auf, sie nicht zu er­schre­cken.

»Hey«, sagte er leise, als er sich ihr nä­her­te.

Sie sah ihn nicht an, son­dern mur­mel­te nur: »Na toll. Musst du mich auch noch heu­len sehen.«

»Es ist nicht schlimm, Ge­füh­le zu­zu­las­sen.«

»Ach ja? Was glaubst du, wer du bist, um mir das zu sagen?«

»Ein Freund.«

»Ein Freund?« Sie schüt­tel­te den Kopf. »Ver­mut­lich denkst du eher, dass ich ein to­ta­les Wrack bin und mit all dem Stress nicht zu­recht­kom­me.«

Er trat hin­ter Eve, legte die Hände auf ihre Schul­ter. Sie wehr­te sich nicht gegen seine Be­rüh­rung, als er leicht über sie fuhr.

»Das bist du nicht.«

»So? Was soll ich dei­ner Mei­nung nach sein?«

Er be­gann, ihre Schul­ter mit lang­sa­men Be­we­gun­gen zu mas­sie­ren. »Ist das so wich­tig für dich?«

»Ja.« Sie schloss die Augen.

»So­weit ich sehen konn­te, bist du eine star­ke Frau, die weiß, was sie will.«

»Hm.«

»Eve, ich bin zu dei­nem Schutz hier.« 

 

Es tat so gut, diese kraft­vol­len Hände zu spü­ren. Ge­konnt lo­cker­ten seine ta­len­tier­ten Fin­ger ihre Na­cken­mus­ku­la­tur.

»Unser Start war nicht der Beste. Trotz­dem müs­sen wir mit­ein­an­der aus­kom­men und ler­nen, ein­an­der zu ver­trau­en.«

Scharf zog Eve die Luft ein. Ver­trau­en war etwas, das sie nicht so ein­fach ver­schenk­te.

»Und wir müs­sen ein­an­der die Wahr­heit sagen.«

»Die Wahr­heit über was?«

»Alles. Es ist uns nur auf die­sem Weg mög­lich, Hand in Hand zu ar­bei­ten, gleich­zei­tig werde ich dir da­durch nicht im Weg ste­hen.«

»Hm.« Eve wuss­te, Jen­sen hatte recht, auch wenn sie es sich nicht ein­ge­ste­hen woll­te.

»Doch so­lan­ge du mir etwas ver­schweigst, wird es zwi­schen uns kein Ver­trau­en geben.«

»Ich weiß«, mur­mel­te sie, als er mit noch mehr Druck ihre ver­spann­ten Mus­keln kne­te­te.

Eve seufz­te ge­nüss­lich. Sie lehn­te ihren Kopf an seine Schul­ter und schmieg­te sich leicht gegen sei­nen star­ken, männ­li­chen Kör­per. Seine Wärme umgab sie, und al­lein die­ser kurze Mo­ment ließ sie den Stress der letz­ten Stun­den, der letz­ten Tage ver­ges­sen.

Doch sie nahm seine mas­sie­ren­de Be­rüh­rung kaum noch wahr. Etwas an­de­res er­reg­te ihre Auf­merk­sam­keit, etwas, das fest gegen ihren Po stieß. Er war ex­trem er­regt, und als er sich kurz be­weg­te, press­te sich seine Erek­ti­on wol­lüs­tig gegen sie. Eve spür­te, wie ihre Nip­pel durch diese enor­me Kraft, die so nah an ihrem pul­sie­ren­den Zen­trum lag, hart wur­den, so­dass sie sich wünsch­te, sie könn­te ihn nackt spü­ren.

Es war so lange her …

Lang­sam glit­ten seine Hände von ihren Schul­tern zu ihren Hüf­ten, wo er sie fest­hielt. Diese sim­ple Be­rüh­rung reich­te aus, und ihr Kör­per re­agier­te aber­mals. Ein ero­ti­sches Pri­ckeln zog von Eves Haar­an­satz ihren Rü­cken hinab und in­ten­si­vier­te den Hun­ger zwi­schen ihren Schen­keln ins Un­end­li­che.

Sie wuss­te, er war für sie tabu, doch zwi­schen Sehn­sucht und Ver­nunft hin- und her­ge­ris­sen, biss sie sich zö­gernd auf die Un­ter­lip­pe, wäh­rend ihr ein lei­ses Stöh­nen ent­fuhr. Die­sem un­glaub­lich fas­zi­nie­ren­den Mann so nahe zu sein, raub­te ihr jeg­li­che Wil­lens­stär­ke. Die­ses Ge­fühl, wie er sie hielt, wie er das Ge­sicht in ihre Hals­beu­ge senk­te und tief ein­at­me­te – es um­spiel­te ihre Sinne und ließ sie alles an­de­re ver­ges­sen, außer ihrer Lust.

 Sie wuss­te, es war ge­fähr­lich, mit Jen­sen etwas an­zu­fan­gen. Doch warum soll­te sie sich die­sen Mo­ment mit ihm nicht gön­nen? Sie war eine er­wach­se­ne Frau, ihr Kör­per re­agier­te auf ihn mit gie­ri­gem Ver­lan­gen. Sie hatte ihre Be­dürf­nis­se lange genug un­ter­drückt. Es war an der Zeit, ihren Sehn­süch­ten frei­en Lauf zu las­sen und diese aus­zu­le­ben.

Eves Hände fass­ten nach hin­ten und fuh­ren über Jen­sens mus­ku­lö­se Sei­ten hinab zu sei­nem Po. Schon al­lein diese Be­rüh­rung ließ ihre Fin­ger­spit­zen er­war­tungs­voll pri­ckeln. Sie legte den Kopf leicht auf die Seite und sah ihn an. In sei­nen Augen lagen Hun­ger sowie ein un­aus­ge­spro­che­nes Ver­spre­chen nach mehr. Es ließ ihr Herz hef­tig gegen ihre Brust schla­gen, und sie spür­te das luster­füll­te Pul­sie­ren in ihrem Schoß noch in­ten­si­ver.

Dann dreh­te sie sich um. Wil­lig schmieg­te Eve ihre Nase gegen seine Hals­beu­ge und sog Jen­sens her­bes, mas­ku­li­nes Aroma tief ein. Im sel­ben Mo­ment blies der Wind einen fei­nen Luft­hauch um ihren Kör­per und wehte ihre letz­ten Zwei­fel hin­weg. Sie woll­te ihn.

 

Eve duf­te­te nach Rosen, wil­den Rosen, und nach Zimt. Ihr Duft und die wei­chen Run­dun­gen ihres Kör­pers, die gegen ihn stie­ßen, waren zu ver­füh­re­risch, um in ihm keine Lust zu we­cken.

»Jen­sen.« Ihre rau­chi­ge Stim­me glich purer Fol­ter, und alles zu­sam­men ver­fehl­te seine Wir­kung nicht. Er muss­te sie ein­fach be­rüh­ren. Al­lein der Wunsch ließ seine Hoden schmerz­haft zu­sam­men­zie­hen. Sie nicht zu be­rüh­ren, würde sei­nen Un­ter­gang be­deu­ten.

»Wir be­ge­hen einen gro­ßen Feh­ler«, mur­mel­te er an ihrem Haar.

»Ich weiß.« Eve strich mit der Nase über sei­nen Hals und knab­ber­te mit leich­ten Bis­sen an der wei­chen Haut hin­ter sei­nem Ohr.

Jen­sen er­schau­er­te vor Er­re­gung. Er wuss­te, es wäre der größ­te Feh­ler, den er be­ge­hen würde. Doch er konn­te nicht an­ders. Er nahm ihr Ge­sicht in seine Hände und küss­te fe­der­leicht ihren Mund. Seine Zunge teil­te ihre Lip­pen, und als er ihre Zun­gen­spit­ze hauch­zart be­rühr­te, war er ver­lo­ren. Mit einem Schlag pack­te ihn un­bän­di­ge Lust. Hung­rig tauch­te er in ihren Mund ein und kos­te­te mit vol­ler Lei­den­schaft von ihrem Ge­schmack, der so ein­zig­ar­tig und ver­lo­ckend war, dass er luster­füllt auf­stöhn­te. Gie­rig leck­te ihre Zunge über seine, wäh­rend sie ihr Bein um seine Len­den schlang und ihren Schoß gegen seine Erek­ti­on schmieg­te.

Ihre Küsse lie­ßen hei­ßes Blut durch seine Adern pum­pen und sei­nen Schaft pul­sie­ren. Sie stell­te seine Selbst­be­herr­schung här­ter auf die Probe, als ihm lieb war. Jen­sen be­fürch­te­te, sich nicht mehr lange zu­rück­hal­ten zu kön­nen, denn er fiel ge­ra­de­wegs in einen Stru­del aus Sehn­sucht, Be­gier­de und Lust. Lust auf mehr. Viel mehr. Er er­in­ner­te sich nicht, wann er von einer Frau zum letz­ten Mal der­art fas­zi­niert ge­we­sen war. Es war zu lange her.

Von sei­ner Gier be­rauscht schob er sich enger gegen sie und dräng­te sein ge­schwol­le­nes Glied an ihren Schoß. Er ließ sie sein Ver­lan­gen spü­ren.

Eve seufz­te er­regt. Ihre Küsse waren gie­rig, auf der Suche nach mehr. Als Eve die Hände um sei­nen Na­cken schlang und ihren ex­qui­si­ten Kör­per an sei­nem zu rei­ben be­gann, dach­te er ver­ge­hen zu müs­sen. Er fass­te in ihr Haar, zog an ihren Sträh­nen, gleich­zei­tig ver­tief­te er den Kuss und press­te seine Erek­ti­on fest gegen ihr Scham­bein. Spie­le­risch knab­ber­te er an ihrem Mund, trak­tier­te sie mit sanf­ten Bis­sen, bis er ihr ein lust­vol­les Stöh­nen ent­lock­te und beide in­ne­hiel­ten.

Atem­los ließ Jen­sen von ihr ab und holte tief Luft. Um seine Fas­sung rin­gend fiel sein Blick auf ihre ge­schwol­le­nen Lip­pen, die im Mond­schein feucht glänz­ten. Al­lein die Vor­stel­lung, was sie mit ihnen an­stel­len könn­te, ließ ihn er­regt auf­stöh­nen. 

Als würde sie sei­nen stum­men Wunsch ahnen, hauch­te Eve leise: »Jen­sen?«

Ihre rau­chi­ge Stim­me brach­te ihn fast um sei­nen Ver­stand. Ihr er­war­tungs­vol­ler Blick war Feuer für sei­nen schmer­zen­den Kör­per, der sich nach nichts an­de­rem sehn­te als nach Er­lö­sung. Bei­na­he atem­los press­te Jen­sen die nächs­ten Worte über seine Lip­pen: »Es gibt zwei Mög­lich­kei­ten.« Er holte tief Luft. »Num­mer eins: Ich könn­te dich hier und jetzt bis zur Be­sin­nungs­lo­sig­keit gegen die­sen Baum ge­lehnt neh­men und wir ris­kie­ren, dass uns je­mand sieht. Oder: Wir gehen auf dem schnells­ten Weg in dein Zim­mer, wo wir das fort­set­zen, was wir ge­ra­de be­gon­nen haben.« Luster­füllt tra­fen seine Lip­pen er­neut auf ihre, und atem­los ver­schlan­gen sie ge­gen­sei­tig ihre Lust. »Und noch viel mehr.«

»Num­mer eins klingt fan­tas­tisch.« Eve knab­ber­te gie­rig an sei­nen Lip­pen. »Num­mer zwei ab­so­lut per­fekt.«

 

 

Le­se­pro­be 2:

 

Das Was­ser lief an ihrem Kör­per her­un­ter. Eve stand al­lein unter der Du­sche und wusch sich den Schweiß der letz­ten Stun­den von ihrem Kör­per. Es war wie immer gi­gan­tisch ge­we­sen, vor einem solch gro­ßen Pu­bli­kum live und Open Air zu spie­len. Sie tat es vol­ler Lei­den­schaft. Doch jetzt woll­te sie nur noch zu­rück ins Re­sort und ab ins Bett. Schnell schlüpf­te sie in ihre Jeans und einen ku­sche­li­gen Ka­pu­zen­pull­over, als es an ihrer Wohn­wa­gen­tür klopf­te.

»Hey Eve, ich bins«, hörte sie Tay­lor von drau­ßen rufen.

Mit einem Lä­cheln im Ge­sicht öff­ne­te sie ihm die Tür. 

»Alles klar bei dir? Bist du so weit?«

»Noch nicht. Ich muss noch ein paar Sa­chen pa­cken.«

Tay­lor nick­te. »Hat Spaß ge­macht, was?«

Sie sah ihn an und grins­te. »Es war gran­di­os.«

»Ihr zwei seid auch schlecht zu über­hö­ren ge­we­sen.«

Scha­mes­rö­te stieg ihr ins Ge­sicht, doch auf ihren Lip­pen lag ein Schmun­zeln.

»Wie auch immer«, zwin­ker­te Tay­lor. »Wo steckt der Mist­kerl ei­gent­lich?«

»Kommt gleich zu­rück.«

»Gut. Wir sind fer­tig und war­ten am Van auf euch.«

»In Ord­nung.«

Tay­lor schloss die Tür hin­ter sich, und Eve be­gann, ihre rest­li­chen Sa­chen zu pa­cken. Ihre Ge­dan­ken hin­gen noch immer dem über­aus be­rau­schen­den, phä­no­me­na­len Sex mit Jen­sen nach.

In Jen­sens Ge­gen­wart fühl­te sie sich nicht wie die be­rühm­te Rock­sän­ge­rin Eve Ross, die von ihren Fans um­schwärmt wurde. Mit ihm war es an­ders. In sei­ner Ge­gen­wart fühl­te sie sich als Frau wahr­ge­nom­men und be­gehrt. Er schenk­te ihr so viel mehr als nur se­xu­el­le Lust und Be­frie­di­gung. Seine Nähe ver­mit­tel­te ihr Si­cher­heit, Wärme und Ge­bor­gen­heit, und sie frag­te sich, wie es wohl wäre, wenn aus ihrer Af­fä­re mehr wer­den würde.

Sie schüt­tel­te den Kopf. Ihr Ver­hält­nis mit Jen­sen könn­te nie­mals von Dauer sein. Er war ihr Bo­dy­guard. Ir­gend­wann würde er die­sen Job für einen an­de­ren Auf­trag­ge­ber er­le­di­gen. Für eine Frau?

Die Vor­stel­lung ließ sie er­schau­ern. Es war das Letz­te, an das sie den­ken woll­te.

Ach komm schon, Eve, es war nur Sex, mehr nicht, re­de­te sie sich ein.

Ja, das war es. Trotz­dem löste der Ge­dan­ke an ein Ende der Af­fä­re ein mul­mi­ges Ge­fühl in ihr aus, denn sie hatte sich mitt­ler­wei­le an seine An­we­sen­heit ge­wöhnt. Den­noch gab es für sie keine Zu­kunft mit ihm. Eve hatte ihre Kar­rie­re, der sie auch wei­ter­hin ihre volls­te Auf­merk­sam­keit schen­ken würde, und Jen­sen hatte sei­nen Job als Bo­dy­guard, der ihn auch nach Eve in vol­lem Um­fang be­schäf­ti­gen würde.

Vor­sich­tig legte sie ihre Bass­gi­tar­re in den Kof­fer, als je­mand gegen die hin­te­re Wand des Wohn­wa­gens stieß.

Jen­sen.

Eve war­te­te, dass er an die Tür klopf­te, doch nichts pas­sier­te. Kurz dar­auf hörte sie das­sel­be Ge­räusch er­neut, die­ses Mal lau­ter.

Was war das?

Sie stand auf, lief zum Fens­ter und schob die Ja­lou­si­en zur Seite, um einen Blick hin­aus­zu­wer­fen. Alles, was sie sah, war schwa­ches Däm­mer­licht in der Dun­kel­heit. Si­cher war einer der vie­len Hel­fer beim Ver­la­den des Equip­ments an den Trai­ler ge­sto­ßen. Gleich­gül­tig zuck­te sie die Schul­tern. Es soll­te sie nicht wei­ter vom Pa­cken ab­hal­ten. Sie war hun­de­mü­de und woll­te nur noch ins Bett. Rasch stopf­te sie ihre rest­li­chen Sa­chen in den Ruck­sack, da hörte sie er­neu­te Schrit­te, die laut über den Schot­ter knirsch­ten und di­rekt vor ihrer Tür stopp­ten. Das muss­te Jen­sen sein. Has­tig stand sie auf und lief zur Tür. Ihre Hand lag be­reits auf dem Tür­griff, aber ein mul­mi­ges Ge­fühl ließ sie in­ne­hal­ten.

»Jen­sen? Bist du das?«

Es ant­wor­te­te nie­mand. Ko­misch. Hatte sie sich die Schrit­te etwa nur ein­ge­bil­det? Nein, sie war sich ab­so­lut si­cher, dass sich je­mand vor ihrer Tür auf­hielt.

»Jen­sen?«

Sie war­te­te er­neut, doch nach­dem sie auch kurze Zeit spä­ter keine Ant­wort er­hielt, war es Ge­wiss­heit, dass es nicht Jen­sen war, der hier vor ihrem Wohn­wa­gen stand.

Ein un­gu­tes Ge­fühl be­fiel sie.

»Hallo? Wer ist da?«, frag­te sie be­sorgt. Sie wagte es nicht, einen er­neu­ten Blick aus dem Fens­ter zu wer­fen.

Mucks­mäus­chen­still ver­harr­te sie hin­ter der Tür. Doch alles, was sie von drau­ßen ver­nahm, war eine un­heim­li­che Stil­le. Und mit die­ser Stil­le be­schlich sie eine äu­ßerst schreck­li­che Vor­ah­nung.

Sie schluck­te. Was, wenn es der Irre aus den Brie­fen war, der ihr vor die­ser Tür auf­lau­er­te? In der nächs­ten Se­kun­de spür­te sie, wie ihr das Herz bis zum Hals schlug. Sie bekam Angst, dass tat­säch­lich er es war, und die plötz­li­che Panik, die sie mit einem Mal be­fiel, ver­dop­pel­te ihre Be­fürch­tung umso mehr. Was sie schlag­ar­tig zu der Frage brach­te: Hatte sie hin­ter Tay­lor ab­ge­schlos­sen?

Mit klam­mem Ge­fühl im Magen fass­te sie zit­ternd nach dem Schloss.

»Zu«, kam es fast laut­los über ihre Lip­pen. Er­leich­tert war sie trotz­dem nicht. Das Ge­gen­teil war der Fall, denn noch immer fühl­te sie eine stum­me Be­dro­hung um sich herum.

War es ein lau­tes Stöh­nen, das sie ge­ra­de ver­nahm?

»Oh mein Gott«, flüs­ter­te sie ent­setzt.

Er war hier. Und diese ver­damm­te Tür stell­te nicht wirk­lich ein hin­rei­chend sta­bi­les Hin­der­nis dar. Pa­nisch, dass diese im nächs­ten Au­gen­blick ein­ge­tre­ten wurde, sah sie sich um. Eve war klar, wenn die­ser Irre sie jetzt über­fiel, hatte sie keine Chan­ce zur Flucht.

Sie woll­te schrei­en, doch alles in ihr war wie be­täubt.

Wo blieb Jen­sen?

Fie­ber­haft such­te sie nach einem Ge­gen­stand, den sie für eine mög­li­che Ver­tei­di­gung nut­zen konn­te. Er­nüch­ternd muss­te sie je­doch fest­stel­len, dass sie nichts der­glei­chen besaß und die­sem Irren hilf­los aus­ge­lie­fert war. Was soll­te sie nur tun?

Re­si­gniert kau­er­te sie auf dem Boden und hielt sich die Hände vor das Ge­sicht. Trä­nen tra­ten in ihre Augen. Sie war voll­kom­men ein­ge­schüch­tert. Ihr lau­ter Herz­schlag, der, eben­so wie das be­droh­li­che Häm­mern gegen diese Tür, in ihren Ohren dröhn­te, ließ sie angst­er­füllt er­zit­tern, und als sie rea­li­sier­te, dass es tat­säch­lich ein Schla­gen an der Tür war, schrie sie vor Panik so laut auf, dass sie Jen­sens be­sorg­te Rufe fast nicht ver­nahm.

»Eve, ist alles okay bei dir?« Mehr­mals rüt­tel­te Jen­sen an dem Tür­griff. »Ver­dammt noch mal, mach end­lich diese be­schis­se­ne Tür auf, wenn ich sie nicht ein­tre­ten soll!«

Mit zitt­ri­gen Bei­nen stand sie auf, ent­rie­gel­te die Tür und sah ihn ver­ängs­tigt an.

So­fort, als Jen­sen sie er­blick­te, frag­te er: »Was ist pas­siert?«

»Ich weiß nicht«, war alles, was über ihre Lip­pen kam. 

 

Jen­sen war so­fort klar, dass etwas nicht stimm­te. Eve sah lei­chen­blass aus, ihre Augen waren ge­rö­tet, und das nicht vor Mü­dig­keit. In Jen­sen herrsch­te mit einem Schlag volle Alarm­be­reit­schaft. Er fass­te an ihre Schul­tern und frag­te in ein­dring­li­chem Ton: »Bist du in Ord­nung? Hat dich je­mand be­droht?«

»Nein. Es ist alles gut«, flüs­ter­te sie und griff nach dem Gi­tar­ren­kof­fer und ihrem Ruck­sack. »Lass uns ein­fach von hier ver­schwin­den.«

Mit zu­sam­men­ge­press­ten Lip­pen sah er ihr nach. Sie wirk­te ner­vös, und er woll­te ver­dammt noch mal wis­sen, was der Grund dafür war.

»Eve?«

Sie wich sei­nem Blick aus, doch ihm ent­ging nicht, wie ihre Hände zit­ter­ten, als er ihr die Sa­chen ab­nahm und wie­der ab­stell­te. Er fass­te ihre Hand und sah sie be­sorgt an. »Hey, was soll das? Ich kann sehen, dass etwas nicht stimmt. Was ist los?«

»Jetzt ist alles gut.«

 Ja, das konn­te er sehen. »Ver­dammt, Eve, lüg mich nicht an!«

Sie schluck­te und schüt­tel­te re­si­gniert den Kopf. »Ich dach­te, ich hätte je­man­den ge­hört. Es waren Schrit­te. Je­mand blieb vor mei­ner Tür ste­hen.« Sie holte tief Luft. »Ich dach­te, schwe­re Atem­zü­ge zu hören.«

 Jen­sen ließ sie ab­rupt los und rann­te nach drau­ßen. Na­tür­lich konn­te er jetzt nie­man­den mehr sehen. Das Ge­län­de lag in völ­li­ger Dun­kel­heit, und wenn Eves Stal­ker tat­säch­lich hier ge­we­sen war, war er längst zwi­schen den an­de­ren Wohn­wa­gen und Trans­por­tern ver­schwun­den. Ge­nervt holte er Luft und dreh­te sich zu Eve. »Er ist weg.«

»Ich weiß.«

»Warum woll­test du das unter den Tisch fal­len las­sen? Hat­ten wir das denn nicht längst ge­klärt?«

»Es tut mir leid.« Be­sorgt sah sie ihn an. »Denkst du, es war der Kerl aus den Brie­fen?«

Er zog sie in seine Arme und fuhr mit der Hand sanft über ihren Rü­cken. »Ich bin mir nicht si­cher.«

Ver­dammt, er hätte bei ihr blei­ben sol­len. Sein Job war es, sie zu be­schüt­zen und nicht den Jungs beim Ver­la­den zu hel­fen. Ihr hätte in die­ser Zeit etwas zu­sto­ßen kön­nen! Bei die­ser Vor­stel­lung wurde ihm ab­so­lut un­wohl. Zu­künf­tig soll­te er seine Augen noch bes­ser offen hal­ten. Ein sol­cher Feh­ler durf­te sich auf kei­nen Fall wie­der­ho­len.

Ver­är­gert über sein un­pro­fes­sio­nel­les Ver­hal­ten nahm er ihre Sa­chen und lief mit ihr ge­mein­sam zum Van. Dabei hatte er sei­nen Blick stän­dig auf die ein­zel­nen Gänge zwi­schen den Wohn­wa­gen ge­rich­tet, doch lei­der konn­te er auch hier nie­man­den aus­ma­chen.

Am Van an­ge­kom­men, ver­stau­te er Eves Gi­tar­ren­kof­fer und den Ruck­sack. Stumm fass­te er ihre Hand und half ihr ein­zu­stei­gen. Noch ein­mal warf er einen letz­ten Blick über das Ge­län­de, dann stieg er eben­falls ein, und sie ver­lie­ßen Beck­ley.

Die ge­sam­te Fahrt über hielt er den Arm schüt­zend um Eve ge­schlun­gen, die längst mit den In-Ear-Kopf­hö­rer ihres MP3-Play­ers an ihn ge­ku­schelt ein­ge­schla­fen war. Sie schlief see­len­ru­hig. Nichts auf ihrem Ge­sicht wies mehr auf den Ter­ror hin, den sie zuvor er­le­ben muss­te, wäh­rend er sie hätte be­schüt­zen sol­len. Doch dabei hatte er jäm­mer­lich ver­sagt.

 

»Sie hat dort drau­ßen je­man­den ge­hört.«

Jen­sen nahm seine Pis­to­le und legte sie vor sich auf den Tisch. Shane und JD saßen ge­mein­sam mit ihm in sei­nem Zim­mer und lie­ßen sich über das Ge­sche­he­ne in­for­mie­ren.

»Könn­te er es ge­we­sen sein?« Shane sah sei­nen Freund fra­gend an.

»Gut mög­lich.«

»Das ist nicht gut, Mann.«

»Das weiß ich auch.«

»Jeder Idiot kann un­be­merkt an den Si­cher­heits­ab­sper­run­gen vor­bei zum Back­stage-Be­reich kom­men, wenn er sich nicht allzu blöd an­stellt«, be­merk­te JD kri­tisch. »Der Wich­ser wird den Wohn­wa­gen schon eine Zeit lang be­ob­ach­tet haben.«

»Er wuss­te, dass du nicht bei ihr warst, und kam des­halb«, mein­te Shane.

Jen­sen nick­te. »Er wuss­te auch, dass ich wie­der­kom­me. Wo­mög­lich woll­te er ihr durch sein Auf­tau­chen Angst ma­chen.«

»Viel­leicht.« JD holte tief Luft. »Und was hast du jetzt vor?«

Jen­sen zuck­te die Schul­tern. »Ver­mehr­te Be­ob­ach­tung der ge­sam­ten Um­ge­bung.«

»Das tun wir doch schon die ganze Zeit, aber da ist nichts auf­zu­de­cken! Rein gar nichts!«, me­cker­te JD. »Kein Geld und keine Dro­gen.« Das wuss­te Jen­sen selbst, und umso frus­trier­ter wurde er. »Hast du in der Zwi­schen­zeit we­nigs­tens die Er­geb­nis­se der Ana­ly­se auf Fin­ger­ab­drü­cke er­hal­ten?«

»Hab ich.«

»Und?« JD sah ihn fra­gend an.

»Was glaubst du?« 

»Sie haben nichts ge­fun­den«, ant­wor­te­te Shane auf seine sar­kas­ti­sche Frage.

»Yep. Keine Ab­drü­cke. Keine DNA-Rück­stän­de. Ab­so­lut nichts.«

»Ver­damm­ter Mist!«, me­cker­te JD.

»Kannst du laut sagen, Mann. Das Labor hat ab­so­lut nichts Brauch­ba­res fin­den kön­nen. Nichts auf dem Brief, ge­schwei­ge denn auf dem Um­schlag. Selbst die Brief­mar­ke war selbst­kle­bend und hatte kei­ner­lei Rück­stän­de. Sie ver­mu­ten, dass der Kerl Hand­schu­he ge­tra­gen hat.«

»Was ist mit dem Stem­pel?«

»Die Tinte ist zu­min­dest die re­gu­lä­re, die United Sta­tes Pos­tal Ser­vice der­zeit ver­wen­det. Doch in Kan­sas wurde kein ge­klau­ter Post­stem­pel ge­mel­det.«

»Shit, also ein Fake. Was be­deu­ten könn­te, das Schwein schickt die Brie­fe mög­li­cher­wei­se über­haupt nicht ab.« Shane kratz­te sich am Na­cken.

»Wir könn­ten an der Re­zep­ti­on nach­fra­gen, ob in letz­ter Zeit je­mand vor­bei­kam und für Eve einen Brief ab­ge­ge­ben hat«, schlug JD vor.

»Das hat Eve be­reits getan.«

Shane stöhn­te. »Lass mich raten: Das war nicht der Fall.«

»Nein.«

»Also kön­nen wir nur war­ten und dar­auf hof­fen, dass die­ses Arsch­loch ir­gend­wann einen Feh­ler be­geht«, be­merk­te Shane.

»Exakt.«

»Schei­ße, Mann, das ist nicht gut.« Shane schüt­tel­te den Kopf.

»Wem sagst du das.« Jen­sen hass­te es zu war­ten. Er hatte ein ziem­lich un­gu­tes Ge­fühl bei der Sache. »Ver­dammt, ich hasse Auf­trä­ge, bei denen man jeder ein­zel­nen In­for­ma­ti­on hin­ter­her­ren­nen muss und nicht wirk­lich vor­an­kommt!« Ins­be­son­de­re, wenn eine wei­te­re un­be­kann­te Ge­fahr mit ins Spiel kam und Jen­sen nicht wuss­te, woran er war.

Er fuhr sich mit der Hand über sein Ge­sicht. Er war mitt­ler­wei­le ziem­lich aus­ge­laugt und brauch­te drin­gend etwas Schlaf, um wie­der einen kla­ren Kopf zu be­kom­men. »Ich werde den Boss über den Vor­fall in Kennt­nis set­zen, und dann haue ich mich für ein paar Stun­den aufs Ohr.«

»Gute Idee.« Shane und JD lie­ßen ihn al­lein zu­rück.

Müde und ab­ge­schla­gen ließ Jen­sen sich auf sein Bett fal­len. Er zog sein Handy und mel­de­te sich bei Ge­ne­ral Ree­ves, um ihm eben­falls eine Rück­mel­dung zu geben, bevor er nach einem lan­gen Tag, um fast vier Uhr am Mor­gen, völ­lig er­schöpft ein­schlief.

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