Seidenfessel

Erschienen: 03/2010

Genre: Soft-SM / BDSM
Zusätzlich: Dominanz & Unterwerfung

Location: Japan, Tokio

Seitenanzahl: 168 (Übergröße)


Erhältlich als:
paperback & ebook

ISBN:
Print: 978-3-93828-151-2
ebook: 978-3-86495-013-1

Preis:
Print: 12,90 €[D]
ebook: 6,99 €[D]

Erhältlich bei u.a.:

und allen gängigen Onlinehändlern und im Buchhandel

Seidenfessel


Inhaltsangabe

Isabelle Lérands Bruder ist in Tokio verschwunden, weshalb Isabelle nach Japan reist, um ihren Bruder zu finden. Ihre Nachforschungen führen sie zur japanischen Mafia, der Yakuza. Sie gibt sich als Reporterin aus, die über den Clan, für den ihr Bruder gearbeitet haben soll, recherchiert. Ein Fehler, denn sie wird von dem Yakuza Toshi gekidnappt! Er tötet sie jedoch nicht, sondern bietet ihr Informationen an. Allerdings knüpft er daran eine Bedingung: Toshi stellt Isabelle über den Zeitraum eines Monats erotische Aufgaben. Versagt sie, wird er sie an die Mitglieder seines Yakuza-Clans verraten.
Trotz der stetig präsenten Gefahr und der Sorge um ihren Bruder verfällt Isabelle Toshis Ausstrahlung und seinen erotischen Spielen immer mehr ...

Ein romantischer BDSM-Roman.

Über die Autorin

Kira Maeda wurde 1982 im Ruhrgebiet geboren. Nach einer langen Zeit in Deutschland zog es sie nach ihrem Studium nach Hawaii und Südkorea, ehe die Heimat sie wieder zurückrief. Doch egal, wo sie sich befand; das Schreiben hat sie immer...

Weitere Bücher der Autorin

Leseprobe

Szene 1

„Geht es Ihnen besser, Lérand-san?“, brach er das Schweigen, und sie fuhr sich über die Stirn. Ihre Finger wurden feucht. „Ja … ja, es geht“, murmelte sie und setzte sich auf. Es ging ihr wirklich besser; ihr Kopf schrie nicht mehr bei jeder Bewegung auf. Stattdessen kehrten die Fragen zurück. „Wer sind Sie? Und wo bin ich hier?“, fragte sie und sah ihn an.
Er lächelte nicht, sondern nickte unmerklich, als hätte er mit diesen Fragen gerechnet. „Sie sind hier in meinem Privathaus in Nikko-, einem alten Gutshof“, erklärte er, „und mein Name ist Toshinaka Isami.“ Er verneigte sich...

...leicht, die Hände auf den Knien. „Die Unannehmlichkeiten bitte ich zu verzeihen – Gewalt ist für die Yakuza eigentlich die letztmögliche Option.“
Isabelle spürte einen kalten Schauer ihren Rücken hinabstreichen. Yakuza! Kyo und Tomo hatten also recht gehabt. Und sie hatte nicht hören wollen und musste weiter nachbohren. Im Stillen schalt sie sich selbst für ihre Unüberlegtheit.
„Was wollen Sie von mir?“, fragte sie, weil sie sich einfach nicht vorstellen mochte, was weiter passieren würde.
Der Mann namens Toshinaka beobachtete ihr Mienenspiel sehr aufmerksam. „Haben Sie eine Ahnung, weswegen Sie hier sind?“
„Shin“, sagte Isabelle und runzelte die Stirn.
„Sie suchen nach Ihrem Bruder, Lérand-san“, bestätigte der Yakuza. „Ihre Fragen haben die Leute im Kabukicho- aufgeschreckt. Ich muss zugeben, dass ich so etwas nicht gutheißen kann.“
Er stand auf und ging durch den Raum, der mit Tatami-Matten ausgelegt war. Seine nackten Füße waren auf den Reisstrohmatten nicht zu hören, und Isabelle hatte sich nicht geirrt, was seine Körperspannung betraf – sein Gang war geschmeidig und federnd. Er musste Kampfsport oder etwas in der Art betreiben.
An der Schiebetür aus Papier blieb er stehen und schob sie in einer kompliziert anmutenden Folge von Handbewegungen auf. Kühle Luft drang durch den Spalt und Isabelle sah auf ein atemberaubendes Bergpanorama über einem Garten. Die Sonne ging gerade hinter einem der mit Wald bedeckten Gebirgsgipfel unter, und das rote Licht traf auf einen Teich, der direkt vor der Schiebetür lag, und färbte ihn blutrot.
Isabelle schob die Seidendecke zur Seite, blieb aber sitzen. „Und was haben Sie jetzt mit mir vor?“, fragte sie. „Wenn Sie mich verschwinden lassen wollen, brauchen Sie sich diese Mühe hier nicht zu machen.“ Das klang bitter, aber Isabelle hatte oft schon früher so reagiert, wenn sie sich in die Ecke gedrängt fühlte – sie wurde bissig.
Er drehte sich wieder zu ihr um. Diesmal lag tatsächlich der Anflug eines freudlosen Lächelns auf seinem schönen Gesicht. „Sie haben sich anscheinend über die gängigen Geschichten erkundigt“, spottete er.
Isabelle runzelte die Stirn. „Sie haben mich entführt und halten mich hier fest. Was soll ich sonst denken?“
Sie war aufgestanden und stand nun vor ihm. Ihre Knie zitterten noch, aber sie reckte das Kinn vor und sah zu ihm auf. Er war groß, Isabelle reichte ihm knapp bis zur Nasenspitze. Die Empörung gab ihr den Mut, ihm in die Augen zu sehen, die ihren Blick ohne sichtbare Gefühlsregung erwiderten. Seine Bewegung kam so schnell, dass Isabelle einen Aufschrei unterdrücken musste. Sie fand sich mit dem Rücken an der Wand wieder, Toshinaka so nah vor sich, dass sie seinen Atem auf ihrem Gesicht spüren konnte. Und dieser Duft, Himmel, dieser Duft ... Isabelles Beine drohten unter ihr nachzugeben.
„Es stimmt, hätte ich Sie töten wollen, hätte ich das bereits in Tokio tun können. Aber an Ihrem Tod liegt mir nichts. Zumindest jetzt nicht.“
Isabelle hoffte, dass der Schreck ihr nicht allzu deutlich anzusehen war. „Wann dann?“, gab sie so kühl, wie es ihr möglich war, zurück.
„Ich hoffe, überhaupt nicht. Wie ich bereits sagte, Gewalt ist die letztmögliche Option. Aber es liegt an Ihnen.“ Sein Mund näherte sich ihrem, und Isabelle spürte, wie sich ihre eigenen Lippen öffneten. Sie presste sie schnell zusammen. Toshinakas Körper strahlte eine aufreizende Hitze aus, die Isabelle durch den dünnen Stoff des Yukata nur allzu deutlich spürte. „Ich möchte Ihnen eine Chance geben, Ihren Bruder zu finden und gleichzeitig vergessen zu machen, dass eine neugierige Reporterin in Shinjuku Fragen nach der japanischen Mafia stellt.“
„Sie wissen, wo Shin ist?!“
„Ja.“
Isabelle wandte den Kopf zur Seite, aber es half nicht viel. Toshinakas Ausstrahlung umfing sie noch immer. Aber er wusste, wo Shin war. Ausgerechnet in dieser Situation fand sie eine Spur!
„Was beweist mir, dass Sie die Wahrheit sagen? Welche Garantie habe ich?“
„Sie haben mein Wort und die Unsicherheit Ihres eigenen Vertrauens. Sollten Sie es aber ablehnen auf meinen Vorschlag einzugehen, kann ich Ihnen zumindest garantieren, dass ich Sie den anderen Mitgliedern der Yakuza ausliefern werde. Inklusive Hinweis, dass Sie Informationen sammeln.“
„Was wollen Sie?“, fragte Isabelle leise und sah auf. Toshinakas Yukata hatte sich ein wenig verschoben und entblößte die Ausläufer einer Tätowierung auf der rechten Seite seiner Schulter. Diese zog sich wohl quer über das Schulterblatt, denn alles, was Isabelle erkennen konnte, war das Maul eines Drachen.
„Eine Aufgabe“, antwortete er. „Sie erhalten von mir Informationen zu Shins Aufenthaltsort und die Garantie, Japan ohne Schaden wieder verlassen zu können. Dafür erwarte ich von Ihnen allerdings den Beweis, dass Sie willensstark genug sind, um eine solche Belohnung zu verdienen.“
„Das klingt, als wäre ich ein Hund!“, sagte sie fassungslos.
„Oh nein, das sind Sie mit Sicherheit nicht, Lérand-san.“ Seine Blicke glitten über ihr Gesicht.
Isabelle senkte den Blick wieder. „Was für einen Beweis wollen Sie?“
„Ich werde Ihnen einen Monat lang Aufgaben stellen. Sie werden nicht wissen, wann oder welcher Art diese Aufgaben sind, aber Sie müssen jede einzelne lösen. Versagen Sie auch nur bei einer einzigen, wird der gesamte Handel hinfällig.“
„Das ist perfide!“, stieß Isabelle aus.
„Das ist Ihre Chance, Ihren Bruder zu finden“, erwiderte er kühl. „Es ist Ihre Wahl.“
Isabelle atmete tief ein. Das war Wahnsinn. Sie begab sich für ein vages Versprechen einen Monat lang in die Hände eines Kriminellen.Welcher Art diese ‚Aufgaben‘ waren, konnte sie nur ahnen, aber gefallen würden sie ihr sicher nicht. Die Alternative wirkte allerdings schlimmer.
„Also gut – ich bin einverstanden.“
Toshinaka löste sich. „Kleidung und Ihre persönlichen Sachen liegen im Nebenraum. Für die nächsten Tage werden Sie hier mein Gast sein. Danach würde ich Sie bitten, mein Angebot anzunehmen, ein Zimmer im Sakura View zu beziehen.“
Isabelle nickte nur. Als Toshinaka sich aber zum Gehen wandte, hielt Isabelle ihn zurück. „Sie waren das im Zug, nicht wahr?“, fragte sie.
Er sah sie nur mit seinen dunklen Augen an; dann drehte er sich um und ging ohne Verabschiedung hinaus.
Szene 2
„Ohayo-, Isabelle“, begrüßte er sie und sah ihr seelenruhig beim Erwachen zu. Anscheinend hatte er ihr das ‚Toshi-kun‘ übel genommen und selbst jede Konvention fallen gelassen.
Isabelle zog die Decke bis zum Hals und fragte sich, wie lange er schon dort saß und was er mitbekommen hatte. Hatte sie im Schlaf gesprochen?
Isabelle war froh, dass sie diesmal in der Nacht eines der dünnen Nachthemden übergestreift hatte, die im Schrank gehangen hatten. Sie schob die Decke zur Seite und schwang ihre langen Beine aus dem Bett. „Guten Morgen, Toshi“, erwiderte sie seinen Morgengruß. „Was tust du so früh schon in meinem Schlafzimmer? Fühltest du dich einsam?“
Er umfasste ihr Handgelenk, um sie davon abzuhalten, zum Schrank zu gehen. „Zieh dich aus.“
Isabelle wollte ihr Handgelenk losmachen, aber sein Griff war unerbittlich. Stattdessen schüttelte sie den Kopf.
„Zieh dich aus“, wiederholte er schärfer, und Isabelle biss sich auf die Unterlippe. Zaghaft zog sie wieder an seiner Hand und diesmal ließ er sie los. Sein Blick aber war deutlich – er tat das nur, damit sie ungehindert Nachthemd und Slip ausziehen konnte.
Ihr Zögern entlockte ihm nur ein amüsiertes Schnauben. „Denkst du wirklich, ich würde dich wie eine billige Hure vergewaltigen wollen?“, fragte er mit schneidender Stimme. „Zieh dich aus und dann komm her.“
Isabelle schluckte schwer. Sie wandte sich halb ab, um nicht ganz Toshis Blick ausgesetzt zu sein, und streifte die dünnen Träger des Nachthemdes von ihren Schultern. Es rutschte ihren Körper herab und entblößte ihre nackten Brüste, den flachen Bauch und den schmalen Spitzenslip, den sie trug. Toshi stand unbeeindruckt neben dem Bett und wartete, dass auch der Slip fiel. Isabelle spürte eine Mischung aus Scham und Wut in sich aufsteigen. In einer hastigen Bewegung streifte sie den Slip ab und verfing sich dabei fast noch in einem der Beinlöcher. Nackt und mit roten Wangen ging sie zurück zum Bett. Toshi hatte eine Tasche mitgebracht und zog nun ein langes Seil daraus hervor. Es war heller als die Hanfseile, die Isabelle bei Kamo gesehen hatte. „Seide“, erklärte er auf ihren fragenden Blick hin. „Es wurde mit Öl und Feuer behandelt.“ Mit einem schnellen Schritt war er hinter ihr und legte eine einfache Schlaufe um Isabelles Taille. „Ich habe es für dich anfertigen lassen. Und ich werde es auch niemals für jemand anderen benutzen.“
Die Mischung aus seinem eigenen Duft und seinem Aftershave vernebelte Isabelles Sinne. „Soll ich mich jetzt geschmeichelt fühlen?“, fragte sie, aber es klang nicht so bissig wie sie es gern gewollt hätte.
„Das solltest du in der Tat“, sagte er, und Isabelle spürte seine harten Muskeln unter dem Anzug, den er trug. Die Schlinge um ihre Taille zog sich fester, war aber nicht unangenehm. Das Material war weich und streichelte ihre Haut vielmehr, als dass es sie drückte.
„Du wirst den Tag heute mit mir verbringen.“ Toshis Mund streichelte über Isabelles Hals und sie konnte nicht umhin, leise aufzuseufzen. „Jeden Augenblick.“
„Das ist alles?“, hauchte sie und ließ zu, dass seine Lippen ihre Wange streiften. Der Traum hallte noch immer in ihr nach, und die Erinnerung daran ließ ihren Widerstand nochmals sinken.
„Ein kleines Handicap werde ich dir mitgeben.“ Abrupt ließ er Isabelle los, so dass sie mit einem erstickten Schrei hintenüber fiel. Zum Glück war das Bett hinter ihr und sie landete weich. „Was soll das?!“, fuhr sie wütend auf. Toshi lachte und kniete vor ihr nieder. Isabelle wollte sich aufsetzen, aber er drückte sie bestimmt auf die Matratze zurück. Ohne ihren Blick loszulassen, spreizte er ihre Beine und hockte sich dazwischen.
Die bearbeitete Seide streichelte über Isabelles Scham, und sie zuckte zusammen, wollte sich wegdrehen. Ihre grünen Augen waren weit aufgerissen, und sie starrte den Yakuza an, nicht sicher, was er tun würde.
Toshi nahm das Seil weg. „Schau mich nicht so an, Isabelle“, sagte er für ihr Empfinden erstaunlich sanft. „Ich werde niemals gewaltsam Hand an dich legen. Nicht, wenn du mir derart ausgeliefert bist.“ Diese Worte aus dem Mund eines Yakuza, der gedroht hatte, sie auszuliefern, sollten unglaubwürdig klingen. Isabelle jedoch beruhigten sie. Es war irrational – aber sie taten es.
Wieder spürte sie das Seidenseil, das sich an ihre Schenkel schmiegte und hauchzart die weiche Haut der Innenseiten streifte.
„Hast du dich jemals selbst zwischen den Schenkeln betrachtet?“, murmelte Toshi entrückt und spreizte ihre Beine weiter um mehr sehen zu können. „Diese delikate, zarte Haut ...“ Er fuhr mit zwei Fingern durch ihre Spalte. Sie glänzten nass, als er sie wieder zurückzog. Fassungslos sah Isabelle mit an, wie Toshi ihren eigenen Saft von seiner Hand leckte. „Du schmeckst genauso süß, wie deine Spalte es verspricht.“
Isabelle gab einen beschämten Laut von sich und wollte ihre Beine schließen, aber Toshi ließ sie nicht. Er formte einige große Schlaufen aus dem Seidenseil und schob sie über Isabelles Taille. Ihr Becken hob er dabei mit einer Hand an, als wäre es nichts. Zwei weitere Stränge des Seils führte er an ihrem Po und ihrer Scham entlang nach vorn und befestigte sie dort durch eine Reihe komplizierter Knoten. Dann fasste er Isabelles Hand und half ihr auf. Das Seil, das Isabelle erst so lang vorgekommen war, lag nun, einem Keuschheitsgürtel nicht unähnlich, um ihre Hüften. Die beiden Stränge zwischen ihren Beinen übten einen angenehmen, wenn auch nicht wild erregenden Druck auf ihren Schoß aus.
„Wunderschön“, sagte Toshi leise und wandte sich ab. Er bückte sich nach der Tasche und holte etwas daraus hervor. Isabelle konnte durch seine Haltung nicht genau sehen, was es war. „Spreiz die Beine.“ Toshi wartete nicht darauf, dass Isabelle es tat, sondern verlieh seinen Worten gleich Nachdruck, indem er einen Fuß zwischen ihre Füße stellte. Ihn plötzlich so nah an sich zu spüren, ließ Isabelle heftig einatmen. Seine dunklen Augen sahen auf sie herunter; sie funkelten in einer Mischung aus Lust und Machthunger. Etwas Hartes drängte sich zwischen ihre Schenkel. Isabelle löste den Blick. Toshi hielt ein kleines Ei aus Plastik in der Hand um dessen dickste Stelle ein roter, dicker Gummiring lag.
„Was ist das?“, stieß sie erschrocken hervor.
Toshi schob das Ei mit einer schnellen Bewegung in ihre nasse Scham. Isabelle stieß einen spitzen Schrei aus und klammerte sich Halt suchend an den Yakuza. Eine Welle aus Erregung und Schock raste durch ihren Körper, und sie brauchte mehr als nur einen Augenblick, um sich soweit wieder in den Griff zu bekommen, dass sie sich von Toshi lösen konnte. Der streichelte abwesend über ihren Bauchnabel.
„Das ist dein Handicap“, antwortete er mit der ihm eigenen tiefen Stimme. Er zog etwas aus der Tasche seines Jacketts. Es war eine kleine Fernbedienung mit einem stufenlosen Regler. Als er den Regler ein wenig nach oben schob, begann das Ei in Isabelles Schoß zu vibrieren, und sie schnappte nach Luft.
„Ich werde das Ei betätigen, wann immer mir danach ist“, sagte Toshi leise. „Ich will keinen Laut von dir hören, egal wie intensiv es wird. Ein Laut in der Öffentlichkeit und du hast versagt. War das deutlich?“
Isabelle spürte, wie die Vibration des Eis stärker wurde und biss sich hart auf die Lippen, um nicht aufzustöhnen. Durch den Ring um die Mitte rutschte das Ei nicht ganz in sie, sondern übertrug die Bewegungen direkt auf ihre Schamlippen und die angeschwollene Klitoris. Das Seil sorgte dafür, dass es nicht ganz herausfiel. Isabelle presste die Beine zusammen, aber das machte es nur schlimmer. Die Erregung wurde unkontrollierbar. Ihr Traum hatte sie geil und nass zurückgelassen, und Toshis Vorbereitungen hatten gereicht, um sie an den Rand des Orgasmus zu treiben. Sie schüttelte den Kopf, aber in diesem Moment schob Toshi den Regler noch ein Stück hinauf.
Isabelle hielt es nicht mehr aus. Sie gab einen unterdrückten, keuchenden Laut von sich und kam. Toshi zog sie in diesem Moment an sich und Isabelle spürte seinen Mund auf dem ihrem. Sie stöhnte an seinen Lippen und konnte nichts weiter tun, als sich an ihn zu lehnen, während ihr Orgasmus sie noch immer schüttelte und ihren Körper nachgiebig machte. Sie ergab sich seinem Kuss, und etwas in ihr war dankbar für seinen sicheren Griff, der sie davon abhielt, zu Boden zu stürzen.
Toshi stellte das Ei ab, und Isabelle konnte sich langsam wieder beruhigen. Sie richtete sich auf und strich sich das wirre Haar aus der Stirn. Ihr Blick in sein Gesicht, das so unbewegt aussah wie eh und je, ließ Scham und Ärger in Isabelle aufflammen. Schon wieder. Er hatte es wieder getan. Scheinbar mühelos trieb dieser Mann sie von einem Höhepunkt zum nächsten und genoss diese Macht. In Deutschland hatte Isabelle niemals zugelassen, dass irgendein Mann so etwas mit ihr machte. Sie war diejenige, die den Ton angab, sie hatte die Kontrolle! Und plötzlich erschien Toshi und drehte all das einfach um.
Sie machte sich von ihm los und ging zum Schrank. „Auf Unterwäsche kann ich in diesem Fall wohl verzichten“, sagte sie, als wäre sie gerade erst aus dem Bett gestiegen.
Toshi sah auf seine Uhr. „Ich warte in der Lobby auf dich.“
Isabelle hatte ein leichtes, kurzes Sommerkleid gewählt und trug ihr rotes Haar offen. Das Wetter war ein wenig kühler geworden, auch wenn die Sonne sich erstmal wieder blicken ließ. Sie hatte aus diesem Grund eine große Sonnenbrille aufgesetzt. Toshi kam auf sie zu und bot ihr einen Arm an. Sie lächelte nur schief, nahm ihn aber diesmal an.
„Ich bin neugierig“, sagte Isabelle, als sie darauf warteten, dass die Limousine vorgefahren wurde. „Machst du das aus einem bestimmten Grund oder bist du einfach pervers, Toshi-kun?“ Isabelle sprach mit Absicht im Plauderton. „Macht es dich an, wenn ...?“
In diesem Augenblick flammte es in ihrem Unterleib auf. Das Ei! Isabelle starrte auf den Boden vor sich und versuchte, ihre Atmung wieder unter Kontrolle zu bekommen. „Du solltest mich nicht reizen“, sagte Toshi freundlich und drückte ihren Arm leicht, zum Zeichen, dass die Limousine angekommen war. Der Fahrer stieg aus und hielt ihnen die Tür auf. Isabelle hatte das Gefühl, einen Hindernisparcours durchlaufen zu müssen. Die Vorrichtung zwischen ihren Beinen brachte ihr gesamtes Körpergefühl durcheinander. Toshi stellte das geräuschlose Spielzeug abrupt ab und Isabelle ließ sich äußerst unelegant in den Ledersitz des Wagens fallen.
Die Fahrt über begnügte sich Isabelle damit, stumm neben dem Yakuza zu sitzen. Ihr ganzer Körper war angespannt, immer in der Erwartung des nächsten Überfalls. Aber der kam nicht. Stattdessen fuhren sie ein Stück aus der Stadt hinaus, raus aus dem Verkehrslärm, den Menschen und den Straßen. Der Fahrer lenkte die Limousine zu einem Privatgrundstück, das mit einem altmodischen Eisentor gesichert war. Eine Pförtnerloge war direkt daneben platziert, und der Wächter in Uniform drückte, nach einem kurzen Blick ins Innere des Wagens, die Tür auf. Nahezu lautlos glitt das Auto über die geteerte Straße, die durch einen Park führte. Nach einigen Minuten Fahrt sah Isabelle ein Gebäude zwischen den Baumstämmen aufblitzen. Sie rutschte unruhig auf ihrem Sitz hin und her, denn das Ei machte sich mit jeder Bewegung bemerkbar. Stillsitzen war aber unmöglich – dann drückte sie das Sexspielzeug nur umso mehr.
Der Wagen fuhr vor einer hölzernen Halle vor und blieb stehen. Toshi legt seine große Hand beruhigend auf Isabelles Knie und wartete dann darauf, dass der Fahrer erst ihm, dann ihr die Tür öffnete.
Isabelle stieg aus und machte einige Schritte zu der Halle hin. Sie bewunderte den geschwungenen Dachfirst und die Schnitzereien, die die Dachränder schmückten. Toshi trat neben sie. Er legte seine Hand auf ihren Rücken und dirigierte sie sanft, aber unmissverständlich an der Vorderseite vorbei. „Das ist der Do-jo- meines Kendo--Meisters“, erklärte er dabei. „Hier trainiere ich.“ Isabelle bewegte sich und versuchte dabei, keine allzu großen Schritte zu machen.
Toshi führte sie durch einen Hintereingang. Hinter der Tür war eine kleine Vertiefung in den Boden eingelassen. Isabelle kannte das – selbst die kleinste Mietshauswohnung hatte so etwas. Dort wechselte man die Straßenschuhe gegen Schlappen oder ging barfuß weiter. Isabelle entledigte sich, wie Toshi auch, ihrer Schuhe und betrat dann den Do-jo-. Innen wirkte die Halle wesentlich kleiner als von außen. Licht fiel durch schmale Oberfenster von draußen herein. Der Geruch von Schweiß hing in der Luft. Mehrere Männer in Hakama, Brustharnischen und Bambusmasken, die das gesamte Gesicht verdeckten, kämpften mit Bambusschwertern gegeneinander. Einige standen an der Seite und beobachteten die Kämpfer.
„Warte hier“, murmelte Toshi und verschwand durch eine Tür, die zu einem abgetrennten Teil der Halle führte. Dort befanden sich wahrscheinlich die Umkleideräume, mutmaßte Isabelle und nahm sich Zeit, den Kendo--Kämpfern zuzusehen. Sie bewegten sich nach einstudierten Mustern. Wenn sie aufeinander zugingen, glitten sie mit unglaublicher Schnelligkeit zueinander und ließen ihre Bambusschwerter aufeinander prallen. Es klapperte und klackte, und bei einem Treffer brüllte derjenige, der getroffen hatte, etwas. Isabelle verstand es nicht genau und versuchte, die Regeln des Kampfes zu begreifen.
Einige der Männer, die an der Seite saßen, warfen ihr verwunderte Blicke zu, aber keiner sprach sie an oder suchte eindeutigen Blickkontakt. Anscheinend wusste keiner von ihnen, wie er die fremde Europäerin im Do-jo- einzuordnen hatte.
Toshi kam nach einer Weile zurück. Er trug nun ebenfalls Hakama und einen Brustharnisch. Die ausladende Maske, die auch Kopf und Hals der Kämpfer schützen sollte, trug er locker in der Hand.
In einer geübten Bewegung kniete er sich an den Rand der Halle, wo auch andere Kämpfer auf Kissen knieten, und zog ein dünnes Tuch aus den klobigen Handschuhen, die er trug. Ohne angesprochen worden zu sein, kam ein anderer Mann zu ihm, trat hinter den knienden Toshi und band ihm das Tuch um Hinterkopf und Stirn, damit ihm die Haare nicht ins Gesicht fielen. Dann setzte Toshi die Maske auf und der Mann band auch sie fest. So konnte sie nicht mehr verrutschten und ihn im Kampf behindern. Als er fertig war, stand Toshi auf und nahm eines der Bambusschwerter in die Hand, die in einem Ständer an der Kopfseite des Do-jo-s standen.
Isabelle sah sich um. Neben ihr war ein Sitzkissen; sie stellte die Handtasche auf den Boden und kniete sich darauf. Das Ei bewegte sich dabei in ihr und füllte sie überdeutlich aus, so dass Isabelle die Zähne zusammenbeißen musste, um nicht aufzuschreien.
Hastig sah sie sich um, aber niemand schien etwas bemerkt zu haben. Die Aufmerksamkeit der Leute in der Halle lag nun ohnehin auf Toshi, der in die Mitte der Fläche trat. Ein weiterer Kämpfer trat vor ihn, verneigte sich und hob, ebenso wie Toshi, sein Bambusschwert. Jemand brüllte etwas, und binnen eines Lidschlags waren die beiden Kontrahenten aufeinander zugestürmt. Toshis Schwert zuckte durch die Luft und traf seinen Gegner auf dem Kopf. „Men!“
Im Augenblick des Schlages vibrierte das Ei plötzlich, und Isabelle keuchte. Zum Glück schrie Toshi laut genug, dass es niemand hörte.
Isabelle grub die Finger in ihre Oberschenkel und sah zu den vermummten Männern. Wo hatte Toshi die Fernbedienung? Er konnte sie unmöglich aktiviert haben!
Die Vibration verschwand und Isabelle atmete tief ein. Vielleicht hatte sie jemand in den Umkleideräumen gefunden und ausprobiert, weil er nicht wusste, was es war? Sie verlagerte ihr Gewicht, um dem Druck etwas auszuweichen. In diesem Moment schlug Toshi wieder zu und das Ei brummte, stärker noch als zuvor. Isabelle zerknüllte vor Schreck und aufwallender Lust den Stoff ihres Kleides. Ihre Erregung brandete auf und sie biss die Zähne zusammen. Die Vibration hörte diesmal nicht ganz auf, wurde nur schwächer. Ihr brach der Schweiß aus. Wieder schlug Toshi zu und wieder wurde ihre Vagina, ihre Klitoris durch die ansteigende Vibration gereizt. Isabelle zog ein Taschentuch aus ihrer Handtasche und fuhr sich unruhig damit über Hals und Wangen. Ihr Blick lag auf den Kämpfern, um den nächsten Schlag ahnen zu können.
Es bestand kein Zweifel mehr – die Fernbedienung lag nicht in den Umkleideräumen. Toshi hatte sie irgendwie in seine Rüstung geschmuggelt und bei jedem Schlag bewegte er den Regler. Isabelle hatte nur noch nicht herausgefunden, wie. Sie konnte sich auch keine Gedanken darüber machen, denn der Kampf zwischen dem Yakuza und seinem Gegner wurde schneller, die Schläge folgten dicht aufeinander. Die Vibration des Eis steigerte sich ebenso. Die Schwertkämpfer mussten sicher die Erschöpfung spüren. Isabelle erging es nicht anders. Angespannt versuchte sie, nichts von ihrer Erregung nach außen dringen zu lassen, aber ihre Körperspannung stieg immer weiter an. Sie presste die Schenkel zusammen, um die Lust ein wenig zu dämpfen. Es half nichts. Stattdessen massierte sie sich so nur selbst.
Ihre angeschwollenen Schamlippen und die steife Klitoris reagierten empfindlich auf jede noch so kleine Bewegung. Isabelle war sich sicher, dass man ihre steifen Nippel schon durch den dünnen Stoff des Kleids sehen konnte, aber je näher sie dem Orgasmus kam, desto weniger kümmerte es sie. Manchmal streifte sie ein Blick einer der Kämpfer - aber sie dachten wohl, dass ihr die Hitze zusetzte.
Isabelle hob die Hand an den Mund und schloss die Augen. „Men!“, drang es an ihr Ohr und das bisher sanft vibrierende Ei schoss einen Blitz aus Lust Isabelles Unterleib hinauf. Er zog ihren ganzen Körper hinauf, erfüllte sie vollkommen und Isabelle biss sich auf die Zunge, als der Höhepunkt sie völlig in Besitz nahm.
Ein lautes Stöhnen schwelte in ihrer Kehle, aber Isabelle brachte gerade noch genug Beherrschung auf, um es nicht an die Öffentlichkeit dringen zu lassen.
Jemand berührte ihre Wange. Die Berührung ließ sie elektrisiert die Augen aufreißen. Ihr Blick wurde sofort von Toshis eingefangen. „Alles in Ordnung?“, fragte er.
Isabelle, noch schwach und zittrig, spürte ihre Wut zurückkehren und sie streifte ihre Erschöpfung ab. „Wo hast du sie?“, zischte sie leise. „Wo hast du sie versteckt?“
Toshi lächelte. Er legte die Maske, die er mit der rechten Hand gehalten hatte, zur Seite und zog sich den linken Handschuh aus. Darin lag die kleine Fernbedienung mit dem Regler.
Isabelle bekam große Augen. „Du ... Bastard!“, flüsterte sie. Toshi beugte sich noch etwas näher. Sie spürte seinen vom Kampf erhitzten Körper. Trotz des Tuchs hatte eine Strähne seines Haares sich einen Weg zu seiner schweißnassen Stirn gesucht und hing ihm bis auf die Augenbrauen.
„Ich werde dich heute noch dazu bringen, dass du schreist, Isabelle“, sagte er und hauchte ihr einen Kuss auf den Hals. So schnell, dass es nicht einmal einer der Kämpfer gesehen haben konnte. „Der Duft deiner Lust ist ein betörendes Parfum“, raunte er. Dann stand er auf und verschwand in den Umkleideräumen.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok